Saatbau Clenze macht Diesdorfer Standort zu / Geschäftsführer Ott: „Zahlen zwingen uns zu diesem Schritt“

Ab dem 31. Juli ist Schluss: Raiffeisenmarkt schließt seine Türen

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Bis zum 31. Juli wehen vor dem Raiffeisenmarkt Diesdorf noch die Fahnen, bevor der Standort dann geschlossen wird. Für viele Diesdorfer ist die Schließung eine Einschränkung ihrer Lebensqualität.

Diesdorf. Die Saatbau Clenze schließt am 31. Juli ihren Raiffeisenmarkt in Diesdorf. „Seit Jahren machen wir dort schon Verluste und eine Umsatzsteigerung ist nicht in Sicht“, begründet Geschäftsführer Friedhelm Ott die Schließung.

Gern hätte Ott den Markt weiter erhalten. „Doch die Zahlen zwingen uns zu diesem Schritt“, sagte Ott. Die beiden Mitarbeiter werden zum Raiffeisenmarkt Dähre vergesetzt. Die Immobilie wird verkauft. „Dafür gibt es bereits Interessenten“, verriet Friedhelm Ott.

Geschaftsführer Friedhelm Ott.

Wer das ist und ob dort wieder ein Gewerbe einzieht, das wollte der Geschäftsführer allerdings noch nicht sagen. „Da müssen wir erst noch die Verhandlungen abwarten“, hielt sich Ott bedeckt. Das Restsortiment des Marktes wird nach der Schließung auf die anderen Raiffeisenmärkte in Dähre, Clenze und Salzwedel aufgeteilt.  Das gesamte Baustoffsortiment kommt nach Dähre. Friedhelm Ott, der als neuer Geschäftsführer die angeschlagene Saatbau Clenze seit über einem Jahr nun wieder ins ruhigere Fahrwasser gebracht hat, hofft auf Verständnis für diesen rein wirtschaftlichen Schritt. „Diesdorf und Dähre sind entfernungsmäßig ja nicht so weit auseinander“, sagte Ott.

Für viele Diesdorfer und Menschen aus der Region ist die Schließung ein weiteres Stück Einschränkung ihrer Lebensqualität. Eine lange Marktgeschichte geht mit der Schließung zu Ende. Zu DDR-Zeiten war der Raiffeisenmarkt ein Stützpunkt der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) und danach der Saatbau Clenze.

Von Rüdiger Lange

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