Staatliche Kunstsammlungen danken Beetzendorfer Heimatfreunden für Recherchen / Altes Werk neu verfasst

Ein Lob von höchster Stelle

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Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dankten in einem Brief Doris Tepelmann und den Beetzendorfer Heimatfreunden.

Beetzendorf. Ein besonderes Lob von höchster Stelle aus Kunstkreisen gab es für die Beetzendorferin Doris Tepelmann und ihre Mitstreiter.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dankten in einem Brief den Beetzendorfer Heimatfreunden für ihre umfangreichen Recherchen zum Leben und Wirken von Charlotte Gräfin von der Schulenburg.

„Wir hatten das große Vergnügen, dass uns der Direktor der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen ihre Schrift über das Leben von Charlotte Gräfin von der Schulenburg zusandte“, ließ der Konservator für italienische Malerei, Dr. Andreas Henning, in seinem Brief an Doris Tepelmann verlauten.

Und das Lob des Experten aus Dresden über die gelungene Beetzendorfer Historie-Recherche geht noch weiter: „Sehr gerne haben wir die beiden Bände in die Bibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden aufgenommen, wo sie sicherlich viele interessierte Leser finden werden. Es wäre uns eine Freude, wenn Sie unseren Dank auch an den Verein der Heimatfreunde Beetzendorf weitergeben würden“, heißt es in dem Brief aus der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.

Hintergrund der Recherche und der Dankesschreiben: Als die Beetzendorfer Heimatfreunde in ihrer Reihe „Beetzendorfer Geschichten“ das Charlottenstift und den Beetzendorfer Kindergarten aufarbeiteten, erfuhren sie von Prof. Dr. Johann Matthias von der Schulenburg von 215 Seiten historischer Aufzeichnungen in altdeutscher Sütterlin-Schrift über Charlotte Gräfin von der Schulenburg. Sie stammten offenbar von Schulenburgs Tante Gunhild von Eickstedt, geborene von Blücher (1924-2011). Diese Dame war die Ur-Ur-Enkelin der Charlotte und hat die Schrift in den 1950er und 1960er Jahren verfasst.

Charlotte Gräfin von der Schulenburg lebte bis 1874.

Die Heimatfreunde haben den Text über Charlotte Gräfin von der Schulenburg neu gegliedert, bebildert und bearbeitet. „Heute nicht mehr geläufige Begriffe haben wir mit Erläuterungen versehen“, erklärt Doris Tepelmann. Das dabei entstandene Werk ist in zwei Teile gegliedert. Teil eins bezieht sich auf Kindheit und Jugend der Gräfin Charlotte (1798-1874).

Sie lebte seinerzeit in und um Rötha und Dresden. Hier wird das Leben Charlottes auf den Landsitzen des sächsischen Adels beschrieben, von denen später viele dem Braunkohletagebau zum Opfer fielen. Auch Charlottes Zeit am Hofe des sächsischen Königs wird dargestellt, wo ihr Vater zeitweise Herr über die höfischen Kunstsammlungen war.

Das Buch endet mit der Heirat Charlottes, dem damit verbundenen Eintritt in die Familie von der Schulenburg und ihrem Umzug in die neue Heimat Beetzendorf. Dort in der Altmark geht die Geschichte weiter. Aufgeschrieben und ergänzt sind die Aufzeichnungen von ihrer Tochter Anna Wilhelmine Charlotte Josephine von Veltheim.

Von Kai Zuber

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