Gewerkschaft stellt Glunz AG Ultimatum

ds Nettgau. "Dies ist definitiv der letzte Warnstreik. Bis zum 4. Mai, 12 Uhr, stellen wir der Unternehmensleitung ein Ultimatum. Werden unsere Forderungen bis dahin nicht erfüllt, gehen wir in die Urabstimmung mit dem Aufruf zum unbefristeten Arbeitskampf."

Wilfried Hartmann, Verhandlungsführer der IG Metall im Tarifstreit mit der Glunz AG, sprach am Montagmittag klare Worte. Rund 200 Mitarbeiter des Spanplattenwerkes bei Nettgau waren abermals in den Streik getreten. Über die Mittagszeit stand die Produktion in dem Werk still. Die Gewerkschaft fordert vom Unternehmen eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Forderungen der Arbeitnehmervertreter. Glunz war unlängst aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen und verlangt von den Mitarbeitern weitere Einschnitte bei Arbeitszeit, Urlaubstagen und Sonderzahlungen. Die IG Metall hatte danach Anfang März zum ersten Warnstreik aufgerufen, an dem sich fast alle Mitarbeiter in Nettgau beteiligten. Eine Reaktion der Unternehmensleitung gibt es bisher nicht. Wilfried Hartmann berichtete von harten Verhandlungen, bei denen sich beide Seiten bisher keinen Schritt näher gekommen seien.

Von David Schröder

Fotos vom ersten Warnstreik im März 2016

Streik bei Glunz in Nettgau

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Schröder

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