Flecken Apenburg-Winterfeld folgt Empfehlung der Kommunalaufsicht

Gesundheitszentrum: Bau erfolgt an der B 71

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Der Standort für das Gesundheitszentrum bleibt wie bisher geplant in Winterfeld an der Bundesstraße 71, rechts neben der Tankstelle. Die Kommune folgt damit einer Empfehlung der Kommunalaufsicht des Altmarkkreises Salzwedel.

Apenburg / Winterfeld. Der Standortbeschluss für das geplante Gesundheitszentrum in Winterfeld wurde am Dienstagabend während der Ratssitzung des Fleckens Apenburg-Winterfeld neu gefasst.

Die Kommune folgt einer Empfehlung der Kommunalaufsicht des Altmarkkreises Salzwedel, die eine Überprüfung der Recht- und Ordnungsmäßigkeit des voran gegangenen Beschlusses vornahm und formelle Mängel beanstandete.

Und das, obwohl sich die Gemeinde im Vorfeld eingehend über die Vorgehensweise zur Beschlussfassung bei den Behörden informierte. Hierzu stellte Bürgermeister Harald Josten klar: „Die erste Beschlussfassung über den künftigen Standort unseres Gesundheitszentrums war weder rechtswidrig noch rechtsungültig. Sie war jedoch mit möglichen Rechtsmängeln behaftet. Dies hätte unter Umständen zu einer schwebenden Wirksamkeit, beziehungsweise Unwirksamkeit geführt.“ Die Kommune wollte in Anbetracht des bevorstehenden Projektbeginns hundertprozentige Rechtssicherheit herstellen und ist der Empfehlung der kommunalen Aufsichtsbehörde gefolgt.

Harald Josten: „Diskussion hat Staub aufgewirbelt.“

Der neue Beschluss hatte im Vorfeld in der Kommune für Wirbel gesorgt, doch Ortschef Josten distanzierte sich im Gespräch mit der AZ klar von den in Umlauf gebrachten Halb- und Unwahrheiten in diesem Zusammenhang: „Diese ganze Diskussion ist für das Projekt förderschädlich“, betonte der Bürgermeister, sichtlich um mehr Sachlichkeit bemüht.

Fazit der Abstimmung im Rat: Der Standort für das geplante Gesundheitszentrum bleibt wie bisher geplant in Winterfeld an der Bundesstraße 71, rechts neben der Tankstelle.

Hintergrund des ehrgeizigen Projektes ist die angestrebte Verbesserung der landärztlichen Versorgung in der Region (wir berichteten). „Wir haben es immerhin erreicht, dass unser Vorhaben von vielen Seiten beäugt wird – nicht nur von Politikern und anderen Entscheidungsträgern. Das hat nicht wenig Staub aufgewirbelt. So gesehen hat die Diskussion auch was bewegt“, meint Harald Josten.

Der Flecken Apenburg-Winterfeld hat beim Projekt Gesundheitszentrum an der Bundesstraße 71 weiter den Fuß in der Tür und gute Chancen für die 350 000 EU-Fördermittel. Die Gesamtkosten für das Projekt in Winterfeld belaufen sich auf rund 800 000 Euro. Die Konstruktion des geplanten Gesundheitszentrums soll räumlich flexibel, zweckmäßig und erweiterungsfähig sein. Aus Sicht der Planer bietet sich der Standort an der B 71 besonders an, weil hier die infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Auch per Bus wäre aus den umliegenden Orten das neue Gesundheitszentrum gut für ältere Bürger zu erreichen.

Von Kai Zuber

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