Satzung über den Betrieb Tageseinrichtungen der Verbandsgemeinde beschlossen

Beetzendorf-Diesdorf: Gesamtkonzept für Kinderbetreuung steht

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Kinderbetreuung wird in der VG Beetzendorf-Diesdorf groß geschrieben. Jetzt ist die neue Satzung vom Verbandsgemeinderat beschlossen worden. Sie gilt ab 2016.

Beetzendorf / Diesdorf. Die neue Satzung über den Betrieb und die Benutzung von Tageseinrichtungen der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf wurde am Mittwoch vom Verbandsgemeinderat beschlossen.

Vorher wurde der überarbeitete und aktualisierte Entwurf noch einmal gemeinsam mit den Elternvertretern diskutiert und im Fachausschuss erörtert. Doch wichtige Eckpunkte der Satzung wurden im Rat noch einmal erläutert. Kritik gab es nur an den Schließzeiten der Tageseinrichtungen, die laut Satzung am Tag nach Himmelfahrt, zwischen Weihnachten und Neujahr sowie an zehn Tagen in den Sommerferien gelten. Einige Ratsmitglieder wünschten sich hier flexiblere Regelungen im Sinne der in Vollzeit arbeitenden Eltern.

Demnach hält die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf zur Betreuung der Kinder, die ihren Hauptwohnsitz in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf haben, mehrere Tageseinrichtungen vor. Sie bietet Krippenplätze für Kinder im Alter von null Jahren bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres, Kindergartenplätze für Knirpse im Alter vom dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt sowie Hortplätze für schulpflichtige Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres an. Für Kinder, die aufgrund von Behinderung oder Benachteiligung besondere Förderung benötigen, werden zudem entsprechende Plätze vorgehalten.

Für eine kurzzeitige Betreuung können Gastkinder aufgenommen werden. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt nach „pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze“. Jede Tageseinrichtung erarbeitet eine Konzeption. Eine erforderliche Änderung bedarf der Zustimmung des Kuratoriums. Die VG Beetzendorf-Diesdorf unterhält als Träger die Tageseinrichtungen. Die Wahl eines Elternsprechers, die Bildung von Kuratorien sowie durch die unterschiedlichsten Formen der Zusammenarbeit zwischen Tageseinrichtung, Elternhaus und Grundschule tragen dazu bei, den Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen. Die Eltern haben ein Recht auf laufende Anmeldung ihrer Kinder. Für eine Hortbetreuung muss in der Regel die Anmeldung spätestens zur Schulanmeldung oder zum Schulhalbjahr für das kommende Schuljahr vorgenommen werden.

Vor Aufnahme eines Kindes muss eine ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung des Kindes vorgelegt werden, die nicht älter als drei Monate ist. Eltern können für ihre Kinder, mit Ausnahme der Hortkinder, eine kostenpflichtige Eingewöhnungsphase, einmalig von 14 Tagen, in Anspruch nehmen. Zur Erfüllung eines alters- und entwicklungsspezifischen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrages wird eine Kernbetreuungszeit von 7 bis 12 Uhr festgelegt. Über Ausnahmen entscheidet der Träger mit den jeweiligen Leitern der Einrichtung. Alle Kinder sollten laut Satzungsentwurf bis täglich 8 Uhr in der Tageseinrichtung anwesend sein, um am Bildungsangebot teilzunehmen.

Der Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Platz für Kinder bis zum Beginn der Schulpflicht ist nach Paragraph 3 des Kinderförderungsgesetzes KiFöG erfüllt, wenn die Betreuungszeit 8 Stunden je Betreuungstag oder bis zu 40 Wochenstunden beträgt. Jedes Kind ist während seines Aufenthaltes in einer Tageseinrichtung der VG und auf dem Weg zur und von der Einrichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen unfallversichert. Die Satzung tritt Anfang 2016 in Kraft.

Von Kai Zuber

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