Rolf Büthe (60) kandidiert als Verbandsgemeindebürgermeister

„Gemeinden nicht noch stärker belasten“

+
Rolf Büthe hat in der Altmark seine neue Heimat gefunden. Er kandidiert nun als Verbandsgemeindebürgermeister.

Beetzendorf-Diesdorf. „Die Altmark ist meine endgültige Heimat geworden. Für unsere Region sind gut ausgestattete Kindertagesstätten und Grundschulen wichtig“, setzt Rolf Büthe seine Schwerpunkte für das Amt als Verbandsgemeindebürgermeister.

Der gelernte Seemann ist gebürtig aus Niedersachsen, lebte einige Zeit in Porta Westfalica, bevor es ihn nach Hohentramm verschlug. Von montags bis freitags ist Büthe derzeit allerdings noch in Berlin. Der Oberstudienrat unterrichtet dort Geschichte und Philosophie. „Von daher bin ich sicher, dass ich mich schnell und gut in politische Belange einlesen kann.“

Erfahrungen in der Kommunalpolitik hat Büthe in verschiedenen Ausschüssen sammeln können. „Ich weiß, dass ich als Verbandsgemeindebürgermeister nicht viel versprechen kann, denn die Entscheidungen werden im Gemeinderat gefällt. Daher ist es für mich wichtig, dass ich zu den Mitarbeitern in der Verwaltung und zu den Gemeinderäten einen guten Draht habe“, erklärt der Hohentrammer und stellte ein Teamcoaching in Aussicht.

Mögliche Finanzierungen sieht Büthe in EU-Fördermitteln: „Es gibt da den ein oder anderen Topf, speziell für die Entwicklung des ländlichen Raumes, den wir noch nicht angezapft haben. Und bei einigen Punkten müssen wir vielleicht als Verbandsgemeinde einfach mal vorfinanzieren mit unseren Mitteln aus dem nächsten Jahr.“

Auch bei den Feuerwehren gibt es Investitionsbedarf. „Dort könnte man beispielsweise öfter auf Fahrzeuge aus zweiter Hand zurückgreifen“, erläutert Büthe seine Ideen.

Einsparungen sind für den Oberstudienrat schwierig einzuschätzen: „Wo nichts da ist, gibt es kaum Möglichkeiten, wegzukürzen. Es sind alle Ausgaben wichtig. Da würde ich mich eher einsetzen, mehr Mittel zu beschaffen. Aber ohne die Gemeinden noch stärker zu belasten“, setzt Büthe seinen Standpunkt.

Von Katja Lüdemann

Kommentare