Freilichtmuseum Diesdorf: Umweltschonende Methoden können wirtschaftlich sein

Es geht auch ökologisch

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Am Stand von Eva Potgrave (2.v.l.) gab es viele Tipps zum kreativen Kochen mit Wildkräutern, Kräutersalzen und Kräuterölen. Sie ging mit ihren Besuchern auf Kräuterreise.

Diesdorf. „Es geht natürlich auch ökologisch“ – diese Botschaft zum Weltumwelttag war wohl die wichtigste während der Themen-Präsentation am Sonntag im Freilichtmuseum.

Dort stellten sich ökologisch wirtschaftende Betriebe aus der Region und erfolgreiche Startup-Unternehmen vor.

Denn: Umweltschonende Methoden können durchaus wirtschaftlich sein, wie zum Beispiel Matthias Kiemann zeigte. Der Baufachmann aus Steinhorst mit den Arbeits-Schwerpunkten Zimmerei, Restaurierung und Denkmalpflege stellte an seinem schattigen Stand anschaulich dar, wie Fachwerk mit gepresstem Stroh ausgefüllt werden kann. „Das ist sehr wärmedämmend und kam zum Beispiel bei vielen Gebäuden im Ökodorf Siebenlinden zur Anwendung“, so Kiemann.

In der Holzwerkstatt der Hilmsener Scheune wurde gehämmert und gesägt: Hier entstanden Nistkästen für Fledermäuse. Vorträge zum Lehmbau, eine gesunde, ökologische Kinderküche, die Ausstellung „Naturerlebnis Waldfledermaus“ und das Bilderbuchkino „Klaus Fledermaus als Vampir“ im Haus Püggen rundeten das Angebot auch für die kleinen Museumsbesucher ab. Zudem gab es bei Museumsimker Matthias Maaß jede Menge Informationen zur Bienenhaltung.

Startup-Unternehmer Rudolf Sasse (r.) aus Kalbe/Engersen bot Bio-Sandwiches an.

Voll im Öko-Trend liegt auch Stefan Schulz von der Diesdorfer Mosterei: Er hat seinen neuen Apfelsaft mit einer Spur Ingwer versetzt und den Museumsgästen zum Kosten angeboten. Dazu gab es Probiersaft vom Granatapfel oder der gesunden Roten Beete. Probieren konnten die Besucher auch am mobilen Mühlenladen der Bohlsener Mühle oder bei Startup-Unternehmer Rudolf Sasse aus Kalbe / Engersen. „Ich biete hier meine Bio-Sandwiches an. Außerdem will ich mir Bio-Legehennen anschaffen. Und weil ich auch Koch bin, versuche ich beides zu kombinieren“, erklärte Sasse. Unterstützt wurde er von Naturland-Berater Tilmann Dreysse. Gleich gegenüber am Stand von Eva Potgrave traf sich nicht nur die bereits etablierte „grüne Szene“, sondern es kamen auch viele „Neu-Ökologen“ dazu. Zusammen mit der kenntnisreichen Dame konnten die Gäste auf Wildkräuter-Entdeckungsreise gehen.

Von Kai Zuber

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