Rahmenvertrag zur Standfestigkeitsprüfung rückt näher / Einzelverträge folgen

Friedhofs-Grabmale: Kein Grabstein darf wackeln

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Wenn ein Grabstein, so wie früher auf vielen Friedhöfen üblich, sicher liegt, dann ist in der Regel die Sicherheit gewährleistet. Stehen müssen die Steine jedoch laut Diesdorfer Satzung auf Grabstätten der so genannten Rasenfelder.

Diesdorf / Beetzendorf. In der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf rückt der Rahmenvertrag zur Standfestigkeitsprüfung für Friedhofs-Grabmale näher.

„Nachdem alle Kommunen über die Vergabe der Standfestigkeitsprüfung an einen externen sachverständigen Dienstleister abgestimmt haben, soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung der nächsten Verbandsgemeinde-Ratssitzung kommen“, sagte Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß der AZ auf Anfrage.

Künftig darf auf kommunalen Friedhöfen also kein Stein mehr wackeln. Auch kirchliche Friedhöfe ziehen nach. Kopfschütteln gab es zuvor in den Kommunen über die zunächst diskutierte Anschaffung von Friedhofstein-Prüfgeräten, was letzten Endes aber als Option verworfen wurde. Die Gemeinden sind gemäß der Sicherungspflicht auf Friedhöfen zuständig. Aber, egal ob Prüfung mit eigenem Gerät oder, wie derzeit in der VG anvisiert, per Rahmenvertrag: Grundsätzlich ist die Prüfung der Standfestigkeit wegen einiger neuer Vorschriften der Berufsgenossenschaft alternativlos.

Die Gemeinden sind per Gesetz zuständig für die Gewährleistung der Sicherheit auf den öffentlichen Friedhöfen. In Beetzendorf-Diesdorf sollen künftig die externen sachverständigen Dienstleister zweifelsfrei mit einem Messgerät feststellen, ob ein Grabstein auf dem Gottesacker sicher steht oder nicht. Wackelt der Stein, wird der Besitzer der Grabstelle von der Verwaltung aufgefordert, die Standsicherheit wieder herzustellen.

Das Thema, so hieß es bislang in mehreren Gemeinderäten, wird künftig noch für eine Menge Zündstoff sorgen. Wer als Nutzungsberechtigter von Grabstätten dem ganzen Stress der Standfestigkeitsprüfungen entgehen will, der kann die Denkmäler auch mit einem liegenden oder im niedrigen Winkel sicher angelegten Grabstein versehen lassen.

Das gilt zum Beispiel in Diesdorf, jedoch nicht bei der Aufstellung von Grabdenkmälern für Grabstätten auf dem so genannten Rasenfeld. „Hier können sich die Nutzungsberechtigten der Grabmal-Standfestigkeitsprüfung nicht entziehen, denn Diesdorfs Friedhofssatzung schreibt hier stehende Steine zwingend vor, weil dann die Rasenfläche einfacher zu pflegen ist“, macht Ortschef Fritz Kloß deutlich. Solche und ähnliche Regelungen gibt es auch in anderen Kommunen.

Bei Grabstätten auf dem Rasenfeld ist das Grabdenkmal zusätzlich auf einer Bodenplatte zu gründen. Bodenplatte und Grabmal können laut Satzung aus zwei Stoffen bestehen: Natur- oder Kunststein. Die Bodenplatte muss niveaugleich mit der Erdoberfläche abschließen.

Von Kai Zuber

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