250 Gäste bei Einheitsfeier in Texas / Festzelt auf dem Dorfplatz

Mit Freunden von drüben

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Die Gäste aus Sachsen-Anhalt und dem benachbarten Niedersachsen genossen die Rundfahrten auf dem Rasentraktor in Texas. 

zu Höddelsen / Bornsen. Das neben den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Bornsen größte Fest dieser Art im Hansjochenwinkel stieg mit rund 250 Gästen in Texas.

Menschen von hüben und drüben trafen sich im Gemeinschaftshaus, Festzelt, auf dem Dorfplatz oder mitten auf der Hüpfburg von Höddelsen.

„Wir haben annähernd so viele Gäste wie im Vorjahr“, freute sich Neuekrugs Alt-Bürgermeister Udo Riechmann über das Treffen, das mit Rundfahrten und Marschmusik aus Langenbrügge und Tanzmusik von Schere’s Crew aus Dähre garniert war. Die Feier zum Tag der Deutschen Einheit ist Kult in Höddelsen.

Der Spielmannszug Langenbrügge wechselte sich ab mit Schere’s Crew. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei.

Die Nachbarschaft mit Lüben und Langenbrügge wird seit Jahren gepflegt. Ein Granitstein am Straßenrand zwischen Reddigau und Lüben erinnert heute an die Wende-Ereignisse 1989/90. Für viele DDR-Bürger war es der „Sommer der Freiheit“. An der einstigen stark bewachten Staatsgrenze wohnend, beendete der Mauerfall eine Epoche der Reglementierungen und Kontrollen entlang der Sperrzone.

Es hatte jedoch nach dem Berliner Mauerfall im Herbst 1989 beinahe ein dreiviertel Jahr gedauert, bis am sogenannten „Promilleweg“ nach Lüben etwas ähnlich dramatisches passierte. Im Sommer des Jahres 1990 wurde es den Bauern und Waldbesitzern aus Niedersachsen zu bunt. Sie wollten einen Zugang zu ihren Grundstücken.

Also machten sie sich eines Tages auf, um mit schwerem Gerät die Grenzanlagen friedlich zu durchbrechen. Mit der friedlichen Räumung der Grenzanlagen zwischen Lüben und Erpensen in Niedersachsen und Reddigau-Neuekrug in Sachsen-Anhalt kam auch frischer Wind in die nachbarschaftlichen Beziehungen. Die Freundschaftsbande hält bis heute an.

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