Akzeptanz gegenüber der Feuerwehrsirene wird geprüft

Ein Eulenquartier im Trafohäuschen

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In den Trafohäuschen in Beetzendorf (Foto) und Mellin könnten Eulen einziehen, wenn die Gemeinde die Gebäude übernimmt.

mfr Beetzendorf / Mellin. Die Gemeinde Beetzendorf bekam jüngst von der Avacon ein Angebot. Speziell geht es dabei um die alten Trafotürme im Beetzendorfer Park und in Mellin nahe der Bushaltestelle.

Die will die Avacon nämlich nicht mehr haben und sie aus diesem Grund abreißen lassen. Es sei denn in Beetzendorf besteht das Interesse, die alten Türme zu übernehmen.

Der Gischauer Enrico Lehnemann, Mitglied der Bürgerinitiative „Pro Jeetzetal“, unterbreitete nun den Vorschlag, die Türme für den Tierschutz zu nutzen. „Wenn die Gemeinde den Beetzendorfer Turm übernimmt, wollen wir dort Nistkästen für Eulen und andere Tiere anbringen“, erklärte er im Gespräch mit der AZ. Der Bauausschuss, der sich zuletzt mit dem Thema befasste, schien zudem überwiegend positiv gestimmt, sodass sich wohl auch der Rat für die Übernahme der Türme aussprechen wird. Ob sich Eulen aber im Melliner Turm ebenfalls ein neues Domizil finden können, ist bisher aber noch unklar. Denn auf dem Turm ist zudem die Sirene der Melliner Feuerwehr installiert.

Den Ausschussmitgliedern stellte sich während ihrer Sitzung die Frage, ob das Heulen mit über 110 Dezibel, mindestens einmal im Monat, einen möglichen Bewohner nicht schnell wieder vertreibt. Das konnte auch Enrico Lehnemann noch nicht mit Sicherheit beantworten: „Unser Ornithologe ist im Moment dabei sich schlau zu machen, ob eine Eule das stören würde oder nicht.“

Für den Turm in Beetzendorf werden allerdings schon erste Vorbereitungen getroffen. „Man beginnt damit, Material-Listen zusammenzustellen“, gibt Lehnemann einen ersten Ausblick. Die Kosten für das Vorhaben sollen möglichst selbst gestemmt werden. Dabei arbeite man außerdem mit dem Verein „Vogelschutz online“ zusammen. Ende September könnte, wenn alles nach Plan läuft, schon mit dem Projekt begonnen werden. Was nun fehlt, ist die Zustimmung des Gemeinderates.

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