Gemeinde will Häuslebauer unterstützen

Diesdorfer Lücken sind gefragt

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Mögliche Baugrundstücke in der Diesdorfer Ortsmitte sind als einzelne Lücken noch vorhanden. Die Kommune lotet derzeit die Möglichkeiten zur weiteren innerörtlichen Entwicklung aus.

Diesdorf. In Diesdorf werden Baugrundstücke im Innenbereich knapp. Baulücken im Ortskern sind daher gefragt wie nie zuvor. Die Kommune will im gesetzlichen Rahmen mit vereinfachten Bebauungsplänen zur Innenentwicklung der gestiegenen Nachfrage entgegen kommen.

„Zuerst sind die Privateigentümer in Diesdorf gefragt. Bei denen werden wir uns als Kommune zuerst nach möglichen Grundstücken für Bauinteressierte erkundigen, um Häuslebauern die Gelegenheit zu geben, eventuell Bauland im Ortskern zu erwerben“, so Bürgermeister Fritz Kloß.

Möglich wird dies laut Kloß durch eine vereinfachte Satzung gemäß dem Baugesetzbuch (BauGB), Paragraf 13a. Hier sind Bebauungspläne der Innenentwicklung geregelt. Ein Plan für das Wiedernutzen von Flächen, das Nachverdichten oder andere Maßnahmen der Innenentwicklung kann demnach je nach Grundstücksgröße und Beschaffenheit im beschleunigten Verfahren ohne viel Verwaltungsaufwand aufgestellt werden. „Wir als Flecken Diesdorf wollen diese gesetzlichen Möglichkeiten nutzen und arbeiten dabei mit dem Altmarkkreis in der ländlichen Raumplanung zusammen“, erklärte Fritz Kloß.

Laut dem Bürgermeister gibt es im Ortskern von Diesdorf derzeit mindestens 15 mehr oder weniger erschlossene Baulücken, die für Häuslebauer attraktiv sein könnten. Ansonsten bleibe nur der Außenbereich oder das Wohngebiet am Mühlenkamp. Doch dies füllte sich in den vergangenen Jahren zusehends.

„Bis auf ein Grundstück ist das Baugebiet jetzt voll. Es gibt zudem mehrere Bewerber“, so Kloß. Rings um die Klostermauer sei zwar noch Platz zum Bauen, jedoch greift hier der Denkmalschutz. „Die Mauer darf nicht angetastet werden, also wäre hier auch eine Zuwegung schwierig“, meinte der Ortschef. Welche konkreten Flächen im Innenbereich von Diesdorf derzeit tatsächlich noch ohne viel Bürokratieaufwand bebaut werden können, wollte Kloß derzeit nicht verraten. „Wir wollen erst mit den Privateigentümern der in Frage kommenden Grundstücke reden und dann die innerörtliche Entwicklung weiter gestalten“, zeigte der Bürgermeister auf, wie die Gemeinde mit dem Thema umgeht.

Von Kai Zuber

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