Besitzer macht Gemeinde ein Angebot / Neues Domizil für den Jugendklub möglich

Diesdorf will Ex-Ferienobjekt kaufen

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Ob das Bettenhaus (r.) des ehemaligen Ferienobjektes zu retten ist, bleibt fraglich. Ein Flachbau ist noch gut in Schuss. Dort könnte der Jugendklub ein neues Zuhause finden. Fotos (2): Lange

Diesdorf. Der Flecken Diesdorf will ein Ex-Ferienobjekt am Freilichtmuseum, welches nach der Wende von Privatleuten gekauft wurde und heute sehr heruntergekommen ist, kaufen. „Wir sind uns bei der jüngsten Ratssitzung einig geworden, das Objekt zu übernehmen.

Der Beschluss soll im Januar folgen“, erklärte Bürgermeister Fritz Kloß.

Der Diesdorfer Jugendklub ist marode. Schon lange wird über einen neuen Klub nachgedacht. Die Gemeinde plant den Umzug in einen Flachbau in ein ehemaliges Ferienobjekt gleich in der Nähe.

Wie der Diesdorfer Ortschef auf AZ-Anfrage weiter mitteilte, hätten die Besitzer das gesamte Anwesen der Gemeinde zu einem annehmbaren Preis angeboten. „Wir haben schon einmal den Fehler gemacht, das Objekt wegzugeben. Was daraus geworden ist, sehen wir ja“, meinte Kloß. Fast alle Gebäude auf dem Areal sind heruntergekommen. In den vergangenen Jahren hat ein Verein dort Hunde gehalten. „Auch das war nicht von Vorteil“, sagte der Bürgermeister.

Gleich nach der Wende gab es Pläne, auf dem Areal eine Jugendherberge zu etablieren. Doch da hat das Jugendherbergswerk nicht mitgespielt. „Eine Jugendherberge ist nach wie vor mein großer Wunsch. Die würde zudem zum benachbarten Freilichtmuseum wunderbar passen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Scholz.

Mit dem beabsichtigten Kauf keimt zudem Hoffnung, das Problem des Jugendklubs zu lösen. Die heutigen Baracken, in denen der Klub untergebracht ist, wurden 1975 von den Grenztruppen der ehemaligen DDR als Unterkunft für Spezialisten hingestellt, die das einstige Grenzmeldenetz erdverkabelt haben. Seit dieser Zeit steht die Baracke schon und sie ist in einem sehr desolaten Zustand. „Auf dem Gelände des einstigen Ferienobjektes gibt es einen Flachbau, der früher einmal als Essensraum genutzt wurde. Der ist noch gut in Schuss und würde sich für einen Jugendklub anbieten“, informierte der Bürgermeister. Nun soll aber erstmal der Kauf über die Bühne gehen. Danach erfolgt eine Bestandsaufnahme. „Sicher müssen wir auch noch etwas abreißen“, ist Kloß überzeugt. Für den Jugendklub sieht Kloß aber eine Zukunftsperspektive auf dem Gelände.

Von Rüdiger Lange

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