In Diesdorf rauschte die Sense

Annika (v.l.) und Niklas Faescke sowie Svenja Kurschel wurden nach dem Mähen als Ährensammler eingespannt.

la Diesdorf. Im Freilichtmuseum Diesdorf rauschten gestern die Sensen. Heimatverbundene des Dährer Karnevalvereins stellten in alten Trachten eine Roggenernte wie früher nach

. Doch nicht nur Schnitter, Binder oder Ährensammler waren zu sehen. So konnten über 300 Gäste alte Technik wie Abbinder und Mähbinder beo-bachten. Klaus Merda erläutert, welche Arbeitsschritte bis zum Aufstellen der Garben vollzogen werden. Zum Schaumähen gehörte zudem eine kräftige Brotzeit unter freiem Himmel am Ackerrain. Und als die Arbeit schließlich getan war, wurde nach altem Brauch die letzte Garbe abgetanzt. Während eines Gottesdienstes im alten Hallenhaus erinnerte Pastor Silvio Scholz an Vergodendeel, wonach jedem Helfer einen Teil der Ernte zustand. Ein breites Rahmenprogramm rundete das Schaumähen ab. So war die alte Bockwindmühle geöffnet. Die Lustigen Dährer Dorfmusikanten sorgten für beste Stimmungsmusik, die Deelenpetter ließen alte Tänze wieder aufleben, Harken-Macher (Härk-Maok‘r) Karl-Heinz Klein aus Gardelegen zeigte sein Können, die Bäckerei Glaß kredenzte leckeren Hefekuchen aus dem alten Steinbackofen, Daniel Rieck und sein Team tischten vorzügliche Erbsensuppe aus der Gulaschkanone auf und die Mosterei Schulz offerierte ihre heimischen Produkte vom Apfelsaft bis zum Apfelbrand. Bereits am Vormittag referierte Rainer Korte aus Fulda über neue Erkenntnisse hinsichtlich der dendrochronologischen Altersbestimmung der einzelnen Häuser im Museum. Dabei konnte festgestellt werden, dass zum Beispiel das alte Backhaus um rund 60 Jahre älter ist als angenommen.

 Museumschef Friedhelm Heinecke: „Ich danke allen Helfern und Akteuren, die uns auch in diesem Jahr wieder so sehr unterstützt haben.“

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