Caritaswohnheim Beetzendorf integriert die Arbeit mit Tieren erfolgreich in sein Konzept

Reiten ist die beste Medizin

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Therapeutin Anja Ahrendt (l.) und Isabell Eggert schwören bei ihrer Arbeit in der Einrichtung auf Esel und Pferde.

Beetzendorf. „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ Dieses Zitat des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain hat sich das Caritaswohnheim Friedrich Lorenz als Leitmotiv auf die Fahnen geschrieben.

Reiten ist dabei unter anderem manchmal die beste Therapie.

Daher setzt Therapeutin Anja Ahrendt ganz bewusst auf die Arbeit mit den gefügigen Huftieren. „Es ist schön, zu sehen und hautnah mitzuerleben, wie sich langsam der Erfolg einstellt“, sagt Anja Ahrendt. Zur Pferdetherapie in Beetzendorf gehören unter anderem „Alfons“ und die beiden Esel „Carlotta“ und „Paul“. Das Streicheln der Tiere und die erste Begegnung der Bewohner mit den Pferden und Eseln sind oft der Auftakt für eine lange Freundschaft.

Das Streicheln der Tiere ist oft der Auftakt für eine lange Freundschaft. Vertrauen und eine kleine Portion Mut machen den Anfang.

Vertrauen und eine kleine Portion Mut machen den Anfang, wenn es zum Beispiel heißt, das erste Mal auf den Sattel zu steigen und mit „Carlotta“ und „Paul“ eine Runde zu drehen. Während der diesjährigen 18. Caritas-Festspiele im Beetzendorfer Park konnten auch die Gäste aus anderen befreundeten Einrichtungen erleben, wie zutraulich die Tiere sind. Das Caritaswohnheim Friedrich Lorenz integriert die Arbeit mit Tieren seit Jahren erfolgreich in ihr Konzept.

Die Mitglieder der Förder- und Kreativgruppe sind stets mit von der Partie, wenn Anja Ahrendt mit Pferd und Eseln am Wohnheim an der Beetzendorfer Friedensstraße die Sattel holt. In diesem Jahr hat sie besondere Unterstützung: Isabell Eggert aus Kusey absolviert in der Einrichtung ihr freiwilliges soziales Jahr. „Die Arbeit mit den Pferden und Eseln macht mit viel Spaß“, sagt die 17-Jährige, während einige Mutige auf den zahmen Huftieren ihre Runde drehen. Doch Isabell Eggert ist nicht die einzige wertvolle Hilfe von Therapeutin Anja Ahrendt.

Auch Bewohner, wie zum Beispiel Rainer Schulz kümmern sich liebevoll um die Tiere. Doch die Pferdetherapie ist nicht die einzige Therapieform im Beetzendorfer Caritas-Wohnheim: Töpfern, Hauswirtschaftsdienst, Basteln, Holzarbeiten, Kegeln, Schwimmen, Chorgesang, Theater und Tanzen ergänzen das Angebot der Einrichtung für die Bewohner.

Von Kai Zuber

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