18. Auflage mit 800 Gästen aus 15 Einrichtungen

Caritas-Festspiele: „Es ist normal, verschieden zu sein“

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Die 18. Caritas-Festspiele mit rund 800 Gästen aus 15 Einrichtungen gingen am Sonnabend im Beetzendorfer Park über die Bühne.

Beetzendorf. „Hurra, wir werden heute volljährig. Ich denke, das ist schon ein ganz besonderer Grund, um zu feiern“, sagte Alexander Haase, Einrichtungsleiter des Caritaswohnheims „Friedrich Lorenz“ Beetzendorf am Sonnabend gleich zum Auftakt.

Denn: Die nunmehr 18. Caritas-Festspiele mit rund 800 Gästen aus 15 Einrichtungen gingen im Beetzendorfer Park rings um die alte Burgruine über die Bühne. Anders als im vergangenen Jahr spielte dieses Mal das Wetter mit und es gab, abgesehen von einem streikenden Laptop, keine bösen Überraschungen seitens eines ungnädigen Petrus auf der Bühne.

Eröffnet von Beetzendorfs Ortschef Lothar Köppe und Caritas-Direktor Klaus Skalitz, gab Pfarrer Andreas Lorenz beim Open-Air-Gottesdienst zum Auftakt gleich das passende Motto mit: „Dieser Ort ist eine Art Oase in der Wüste des Lebens.“ Man müsse das vermeintlich Selbstverständliche nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern dafür dankbar sein“, so Lorenz.

Zum Finale gab es einen Riesenapplaus vom Publikum.

Bei der Fürbitte an alle Helfer für ihre Geduld und Ausdauer zog der Geistliche zugleich Parallelen zum Katholikentag in Leipzig, bevor die Gruppen der verschiedenen Einrichtungen auf der Burgbühne mit ihrem Programm loslegten. Den Auftakt machten der Gastgeber-Chor „Mubesi“ begleitet von den Kleinen der Kinderkirche Beetzendorf. Während im Park das Begleitprogramm mit bunten Ständen, Esel- und Ponyreiten sowie einer Schminkstation ablief, jagte auf dem Podium ein Programmhighlight das nächste. Chorlieder der Stendaler Borghardt-Stiftung, eine peppige Piraten-Nummer der Halberstädter Caritas-Integrativ-Einrichtung, Line-Dance aus Halle, Trommelstücke der Lebenshilfe aus Mieste, märchenhaftes Hänsel-und Gretel-Theater des Wohnheimes Kehnert, „Dirty Dancing“ aus Klötze und Lieder zum Mitsingen mit Bewohnern des Gardeleger Heimes sind nur einige Beispiele für zahlreiche gelungene Darbietungen.

Mit der Aufführung des Theaterstücks „Die goldene Gans“ und dem Erntetanz mit Trommelwirbel der CJD-Gruppe aus Salzwedel klang das quirlige Fest am Sonnabendnachmittag aus. Und wieder einmal waren sich die Protagonisten der Caritas und ihre Gäste einig: „Es ist normal, verschieden zu sein.“

Von Kai Zuber

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