Besitzer will einen Zaun aufstellen

Brandruine in Rohrberg: Schuttberg bleibt liegen

+
An diesen Anblick müssen sich die Rohrberger wohl für längere Zeit gewöhnen. Bürgermeister Bernd Schulz teilte mit, dass der Besitzer nicht die finanziellen Möglichkeiten hätte, den Schuttberg wegzuräumen.

Rohrberg. „Der Eigentümer hat uns gesagt, dass er das Grundstück einzäunen will“, berichtet der Rohrberger Bürgermeister Bernd Schulz im Gespräch mit der AZ.

Ein großer Schutthaufen ist von der ehemaligen Gaststätte in der Dorfmitte nach dem Großbrand vor zwei Wochen übrig. Rot-weißes Flatterband und drei Schilder warnen vor dem Betreten des Grundstückes.

„Wir haben kurz nach dem Brand mit dem Eigentümer, der aus Dänemark anreiste, Kontakt gehabt“, erzählt der Bürgermeister weiter. Dabei habe der Besitzer erklärt, dass er nicht die finanziellen Möglichkeiten habe, den Schuttberg wegräumen zu lassen. „Es bleibt also erstmal alles liegen“, meint Bernd Schulz, der hofft, dass sich irgendwann das Ordnungsamt einschaltet.

Drei solcher Hinweisschilder warnen vor dem Betreten der „Baustelle“ Brandruine in Rohrberg.

Das Areal – direkt hinter einer Bushaltestelle – ist für spielende Kinder eine große Gefahrenquelle. Dies sieht auch der Leiter des Kreisordnungsamtes Hans Thiele so. „Es gibt ja auch Kinder, die noch nicht lesen können“, betont Thiele. Allerdings sind dem Kreis für weitere Sicherungsmaßnahmen die Hände gebunden. „Flatterband und Schilder reichen aus, wenn nicht die Gefahr besteht, dass etwas auf den Gehweg fällt“, erklärt Thiele die Gesetzeslage. Erst wenn zum Beispiel eine Dachrinne über einen Gehweg rage und abzubrechen drohe, könne das Ordnungsamt des Kreises einschreiten, sagt der Dezernent. In Rohrberg ist dies nicht der Fall, dennoch ist das Grundstück leicht zugänglich.

Bürgermeister Bernd Schulz hofft nun, dass sich der Eigentümer an seine Aussage hält und das Gelände einzäunt. Damit wäre zumindest etwas mehr Sicherheit geschaffen. Ob und wann der Schuttberg abgetragen wird, bleibt unterdessen weiter unklar.

Von David Schröder

Kommentare