Kitas Beetzendorf, Bornsen und Abbendorf auf Ideenliste

Kreis reagiert auf Geburtenzahlen: Ausbau der Krippenplätze geplant

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Der frohen Kunde über steigende Geburtenzahlen folgt meist die Nachricht, dass ein Mehr an Krippenplätzen auch einen höheren finanziellen Aufwand für die Kommunen bedeutet. Nun winkt Hilfe vom Bund.

Beetzendorf-Diesdorf. 121 Geburten im vergangenen Jahr und seit zwei Jahren steigende Einwohnerzahlen – für die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sind dies zunächst gute Nachrichten.

Denn: Die Auslastung von Kindertagesstätten und Grundschulen ist gesichert, keine Einrichtung steht derzeit mehr auf der Kippe.

Doch schon Anfang des Jahres sagte VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann im AZ-Gespräche: „Es wird eng in den Kitas.“ Vor allem Krippenplätze sind heiß begehrt. Der Altmarkkreis will auf diese positive Entwicklung nun reagieren. Am Mittwochabend stand die Geburtenentwicklung und die damit einhergehende Steigerung der Krippenplätze im Jugendhilfeausschuss auf der Tagesordnung. Einer der AZ vorliegenden Ideenliste kann entnommen werden, dass im Bereich der VG drei Kindertagesstätten saniert und umgebaut werden sollen. Dazu ständen auch Bundesmittel zur Verfügung. „Die Vorschläge haben wir im Vorfeld eingereicht“, informierte Viola Zipperling aus der Verwaltung der Verbandsgemeinde. Sie betonte, dass es bisher aber nur einen Gedankenaustausch gegeben habe.

Laut der vorliegenden Prioritätenliste könnten in der Kita Beetzendorf die Kellerräume umgebaut werden. Danach würde es vier weitere Plätze für U3-Kinder geben. Eine Sanierung der Sanitäranlagen in der Bornsener Kita würde fünf weitere Krippenplätze ermöglichen. Dazu kämen eine Erneuerung des Mittelgebäudes und die Sanierung der Terrasse (einschließlich der Überdachung) der Kita in Abbendorf. Alle Maßnahmen würden zu gut einem Drittel durch Bundesmittel finanziert werden können. Das Gesamtvolumen aller Maßnahmen in der Verbandsgemeinde würde nach der Liste rund 434 000 Euro betragen.

Zudem wartet die VG noch auf die Richtlinien zur neuen Stark-V-Förderung. Nach letzten Angaben stehen aus diesem Topf rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Von David Schröder

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