Der Morgen nach dem großen Lagerhallenbrand: Diesdorfer Brandbekämpfer halten Brandwache

Aufgeweichter Boden erschwert die Arbeiten

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Diesdorfs Brandbekämpfer übernahmen am Montagmorgen ab 6 Uhr die Brandwache. Durch den aufgeweichten Boden können die restlichen Strohballen nicht abtransportiert werden.

mfr Jübar. Gestern morgen hängen über Jübar noch immer dicke Rauchschwaden. Doch die meisten der knapp 90 Einsatzkräfte aus neun Wehren haben bereits die Segel gestrichen.

Ab sechs Uhr und damit rund neun Stunden nach der Alarmierung hat die Diesdorfer Wehr das Kommando übernommen. Nun heißt es Brandwache halten.

Ein Teil des verbrannten Strohs, was in der Nacht vermutlich angesteckt wurde, ist zu einem Haufen draußen auf dem Feld gefahren worden. Der Rest unter dem zerstörten Vordach raucht vor sich hin und wird von den Diesdorfer Brandbekämpfern notdürftig aus dem Inneren des Lagerhauses heraus gelöscht. „Von der anderen Seite gestalten sich die Arbeiten schwierig. Der Boden ist so aufgeweicht, dass wir keine schwere Technik einsetzen können, um die restlichen Ballen herauszuholen“, erklärt Diesdorfs Wehrleiter Mario Meier.

In der Nacht hatten die 89 Einsatzkräfte Probleme mit der Wasserversorgung. „Der Bereich Jübar ist, was das betrifft, immer etwas schwierig“, weiß Verbandsgemeindewehrleiter Bert Juschus. Die Folge sind lange Wegstrecken, um an anderen Brunnen Wasser zu holen. „Wir haben dann zusätzlich den Jübarer Teich genutzt“, so der VG-Wehrleiter. Nach vier Stunden ist am Sonntag die größte Gefahr gebannt.

In der Jübarer Halle wurde in großen Mengen Roggen gelagert. Beim Versuch, das Übergreifen des Feuers auf die Lagerhalle zu verhindern, wurde das Getreide durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Landmaschinen, die sich außerdem in der Halle befanden, konnten gerettet werden. Der Brandort wurde nun von der Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern weiter an.

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