Haushalt der Gemeinde beschlossen / Förderverein fordert mehr Planungssicherheit

Aufatmen: Waldbad Apenburg kann öffnen

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Nun steht dem Badevergnügen in Apenburg nichts mehr im Wege. Der Förderverein des Waldbades fordert vom Gemeinderat aber mehr Planungssicherheit.

Apenburg-Winterfeld. Gleich zwei Gründe zum Aufatmen gab es am Ende der Ratssitzung des Fleckens Apenburg-Winterfeld am Dienstagabend: Einerseits konnte der Haushalt endlich beschlossen werden. Andererseits gab es auch grünes Licht zur Saisoneröffnung des Apenburger Waldbades.

Nun wird die Einrichtung in den nächsten Tagen also ihre Pforten öffnen, nachdem das Gesundheitsamt die üblichen Kontrollen erledigt hat und das Team der Rettungsschwimmer bereitsteht.

Doch eines machten die Waldbadfreunde nach ihren unermüdlichen Arbeitseinsätzen im Rat deutlich: „Wir fordern grundsätzlich mehr Planungssicherheit – auch für die nächsten Jahre. Nur so könnten Sponsoren für die Einrichtung rechtzeitig akquiriert sowie Material nach Bedarf geplant werden. Doch der Rat wollte sich diesbezüglich nicht festnageln lassen. Dennoch: Das Waldbad ist bis 2019 in der Finanzplanung der Kommune verankert.

Bürgermeister Harald Josten (l.) wurde von Jürgen Ulrich vereidigt.

Der im März wiedergewählte Bürgermeister Harald Josten wurde vom ältesten Ratsmitglied, Jürgen Ulrich, vereidigt. Dafür gab es dann auch Applaus aus dem Bürgerpublikum, obwohl auch diesmal nicht mit Kritik am Ortschef gespart wurde. Denn für die Versäumnisse, die zum späten Beschluss des Gemeindehaushalts führten und die Ungewissheit im Bad machen viele Einwohner den Ortschef beziehungsweise die Verwaltung in Beetzendorf verantwortlich. Doch vorerst gilt: Ende gut, alles gut. Denn hauptsächlich Josten und seine rechte Hand, Ratsfrau Ninett Schneider, waren es, die die heißen Kastanien für die Kommune aus dem Feuer geholt haben.

„Es hat konstruktive Gespräche mit dem Rechnungsprüfungsamt und der Kommunalaufsicht des Altmarkkreises gegeben“, berichtete Schneider. Das Ergebnis ist zumindest eine vorläufige Eröffnungsbilanz. Somit kann die Kommune auf die Rücklagen zurückgreifen, welche die Gemeinde auf der hohen Kante hat. Weil sie aber bilanziell nicht ausgewiesen waren, konnte niemand darauf zugreifen (wir berichteten). Das Ergebnis der Gespräche kann sich auch nach den Worten von Kämmerin Dorlis Reimann sehen lassen. Der vorherige große Fehlbetrag im Ergebnishaushalt in Höhe von rund 416 000 Euro schrumpfte so auf überschaubare 82 100 Euro. Im kommenden Jahr könnte Apenburg-Winterfeld sogar 15 900 Euro Überschuss erwirtschaften, hieß es.

In dieser Angelegenheit ist die Kämmerei eher positiv gestimmt, falls die Zuweisungen des Landes aus dem Finanzausgleichsgesetz steigen. Zumindest sind mit dem am Dienstag vom Rat beschlossenen Haushalt und der vorläufigen Eröffnungsbilanz die empfindlichsten Einsparungen der Streichliste und eine drohende Haushaltskonsolidierung vom Tisch.

Von Kai Zuber

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