Arbeitsgruppe gründete sich vor 30 Jahren / Bis heute tatkräftige Unterstützung

Apenburg: Das Wort „Bürger“ kommt von „Burg“

Apenburg. 30 Jahre sind vergangen seit sich interessierte Apenburger zusammenfanden, die die Alte Burg wieder auf Vordermann bringen wollten. So wurde im September 1986 eine Arbeitsgruppe unter der Federführung des Hauptinitiators Willi Rüter gegründet.

Ihr Ziel: Die Alte Burg soll den Bürgern wieder zugänglich gemacht werden.

Leiter Jörg-Peter Kintzel.

„Denn das gesamte jahrhundertealte Denkmal war in der Bausubstanz geschädigt, verdreckt, verwildert, kaputt – kein schöner Anblick“, beschreibt der jetzige Leiter der Arbeitsgruppe, Jörg-Peter Kintzel.

Für ihre Überlegungen bekamen sie volle Unterstützung des Bürgermeisters und sie begannen für Ordnung im Burgareal zu sorgen und interessierten Besuchern das historische Bauwerk zu präsentieren. Gemeinsam mit den Fachbetrieben vor Ort wurden umfangreiche Arbeiten in Angriff genommen. Und auch viele Bürger eilten zu Hilfe und beteiligten sich an den zahlreichen Arbeitseinsätzen.

Bevor sich die Arbeitsgruppe 1986 gründete, war das Wahrzeichen von Apenburg für Besucher nicht mehr zugänglich.

Im November 1987 hatte die Arbeitsgruppe ihr Ziel erreicht und konnte stolz verkünden: Die Burg ist für jedermann begehbar. Was damals seinen Anfang fand, ist heute feste Tradition: „Seither wird in der Saison von Ostern bis 3. Oktober zirka alle 14 Tage der Samstag-vormittag durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe zur Pflege der Burganlage genutzt“, kann Jörg-Peter Kintzel stolz verkünden, „es wird gemäht, repariert, umgestaltet, Laub geharkt, aufgeräumt und Unkraut beseitigt.“ Außerdem hilft die Arbeitsgruppe bei Veranstaltungen in und um die Burg tatkräftig mit und packt an, wo Not am Mann ist.

Weiteres Angebot: Es gibt einen Burgdienst, dessen Telefonnummer im Torbogen angegeben ist. Er erläutert Interessierten die Historie zur Burg und zum Ort. „Die Besucher sollten schon anrufen, sie stören nicht“, appelliert Kintzel an Interessierte. Auch weiterhin soll, was im 14. Jahrhundert Beachtliches geschaffen wurde, gepflegt und für die Nachfahren bewahrt werden. „Allerdings nagt der Zahn der Zeit nicht nur am Mauerwerk, sondern auch an der Arbeitsgruppe“, so der Leiter. Daher sei es ihr Bestreben, weitere und jüngere Bürger für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Alte Burg zu Apenburg zu gewinnen. Denn das Wort „Bürger“ käme von „Burg“.

Von Melanie Friedrichs

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