Hunderte Besucher an zwei tollen Tagen beim Burgfest / Historische Saga prächtig in Szene gesetzt

Apenburg lässt Elfen und Ritter tanzen

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Der Stelzen-Mönch „Bruder Schmutzfuß“ sorgte mit seiner brennenden Bibel für Aufsehen auf dem Festareal.

Apenburg. Was für ein sattgrüner Hingucker gleich zur Begrüßung: Apenburg lässt die Elfen tanzen. Die hochbeinigen, Efeu umrankten Feen- und Fabelwesen Flora und Silvia vom Ensemble „Las Fuegas“ begrüßten die Gäste des Apenburger Burgfestes gleich zum Auftakt.

Hunderte Besucher zeigten sich an zwei tollen Tagen begeistert von den üppigen Programmparts. Die historische Apenburg-Saga um den umtriebigen und seine Kompetenzen bei weitem überschreitenden Bischof Dietrich II. von der Schulenburg wurde prächtig in Szene gesetzt. Unter der Regie des Hobby-Dramaturgen Günter Schröder ließen die Laien-Schauspieler mit Peter Kintzel, Andreas Rackwitz und Pastor Andreas Henke in den Hauptrollen die ereignisreiche Zeit um das Jahr 1365 an der alten Burg wieder aufleben. Zumindest auf der Bühne legte Pastor Henke als Bischof Dietrich II. eine steile Kirchenkarriere hin.

Peter Kintzel glänzte als Markgraf Sigismund, der den aufmüpfigen Schulenburg in seine Schranken wies und Andreas Rackwitz mimte gekonnt den mächtigen Kaiser Karl IV.. Der Beifall der Zuschauer war dem Schauspielteam dafür sicher.

Nur wenige Meter von der Bühne entfernt, köchelte der riesige Topf mit dem original Apenburger Pflaumenmus – ein echtes Muss bei jedem Burgfest. Hilmar und Edeltraud Reichelt sowie Klaus und Brigitte Patzack hatten das Mus bereits morgens gegen 6.30 Uhr auf das Feuer gesetzt. Am Sonnabendnachmittag fand es, in Gläsern abgefüllt, reichlich Absatz.

Zu jener Zeit wurden auch die Sieger des Bogenschießens gekürt: Matthias Kaufmann erwies sich als bester Bogenschütze, gefolgt von Stefan Trott und Norbert Leitel. Am Nachmittag nahm das mittelalterliche Treiben an der Burg dann deutlich an Fahrt auf: Der Stelzen-Mönch „Bruder Schmutzfuß“ sorgte mit seiner brennenden Bibel für Furore. Er „bekehrte“ die Gäste höchst einfach: mit einem Handfeger.

Ein riesiger Plüsch-Dinosaurier zum Streicheln war der Hingucker für die Kleinen und Rattenfänger-Herold „Mikele“ schnappte sich einfach sein mittelalterliches Blasinstrument und führte so Kinder und erwachsene Besucher auf dem Festplatz zu den Höhepunkten. Das waren vor allem die Gaukler von „Narrateau“, die Theatergruppe „Mani Arena“, die begnadeten Musiker der Truppe „Satolstelamanderfanz“, die Fakirshow von „Las Fuegos“ und die Rüstshow der altmärkischen Ritter des Lehensaufgebotes sowie des deutschen Schwertordens. Ritter Marc von Owmund führte hier unter anderem die scharfen Waffen.

Holzschwerter und Plüsch-Streitäxte waren den Kindern vorbehalten, denen das Burgfest vor allem gewidmet war. Hier hatten unter anderem der 5-jährige Silas Kranhold aus Jübar und der fast dreijährige Leon Meyer aus Apenburg ihren Spaß mit den ungefährlichen Knirpsenwaffen.

Der Festsonnabend ging mit Zauberei, Gaukelei, Nachtmusik und einer großen Feuershow zu Ende. Am Sonntag endete dann das Burgfest am Nachmittag mit dem Kinderritterfest und der Kindermodenschau.

Mitorganisator Andreas Schwieger zeigte sich im Gespräch mit der AZ zufrieden: „Wir zählten mehr Gäste als im Vorjahr“, so der Veranstaltungsmacher.

Von Kai Zuber

Elfen und Ritter beim Burgfest in Apenburg

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