Über das Ringen um neuen Charakter für den Campingplatz am Harper Weg

Ziel: Bungalows bleiben, aber Ruinen sollen weg

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Naturbelassen soll der Platz am Harper Weg bleiben. Doch generell soll der GmbH mit einem neuen Konzept ein Leitfaden in die Hand gegeben werden, um ihre eigenen Ziele besser durchzusetzen.

Arendsee. „25 Jahre hat man den Platz bewirtschaftet, aber weitgehend nur repariert statt modernisiert“, so der Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, Michael Meyer, gestern gegenüber der AZ. Sie wollte wissen, welchen Weg die GmbH in Sachen Platzgestaltung gehen will.

Die Diskussionen darüber dauern an, dennoch gibt es einen roten Faden: Der Platz soll ein Platz unter Bäumen bleiben. Vorrangig naturbelassen, aber mit grundlegenden Korrekturen. „Es soll mehr Ordnung einziehen“, so Meyer. Bislang gebe es kaum Spielraum, und langatmige Diskussionen mit Bungalowbesitzern, die den Weisungen der GmbH nur schwer nachkommen. „Vor allem dann, wenn es um alte Bungalows geht, die einfach nur noch abgerissen werden müssen“, so Meyer.

Ein Arbeitskreis kümmert sich um die Zukunft des Campingplatzes. „Wenn die alten Wagen verschwinden, dann können die Besitzer entweder neue aufstellen oder der Platz wird für andere Interessenten frei“, so Meyer. Denn es gebe genügend Interessenten, die entweder einen freien Platz pachten oder auch einen intakten Wagen kaufen möchten“, erklärte der Geschäftsführer. „Also sind Dauercamper auf keinen Fall eine aussterbende Spezies“, machte Meyer deutlich.

Auch wenn es noch kein komplett neues Konzept für den Platz gibt – an dem Vorhaben, zunächst bis zu vier Blockhäuser zu bauen und diese an Urlauber zu vermieten, wird festgehalten. „Wir freuen uns, dass trotz der Beschneidung des aktuellen Leader-Programms die Blockhäuser nicht runtergefallen sind“, meint der GmbH-Chef. Mit der Vermietung eigener Blockhäuser werde die GmbH Neuland betreten. „Ich bin mir sicher, dass die Geschäftsidee greifen wird, sollten wir die Häuser bauen können“, sagte Meyer. Damit könnte die Saison auch verlängert werden. Voraussetzung sei aber, dass die Wasserver- und entsorgung auf dem gesamten Platz erneuert wird.

Doch auch aktuelle Probleme müssen noch gelöst werden. Die jahrelangen Diskussionen um die Heizung des Sanitärgebäudes dauere zwar noch an, aber es lägen Lösungsvorschläge vor.

Am kommenden Montag, 1. März, beginnen die Mitarbeiter auf dem Campingplatz mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Katrin Rechenberg aus Ziemendorf wird als neue Mitarbeiterin in der Anmeldung begrüßt. Sie ersetzt Christel Hahn, die in den Ruhestand wechselte.

Von Harry Güssefeld

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