Einwohner wollen lang ersehnten Wunsch nun stückweise umsetzen

Ziel: Barrierefreies Baden im Arendsee

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Arendsees Strandbad könnte um einen Badebereich für Behinderte bereichert werden. Es gibt eine Initiative von Arendseern, die das Projekt in den nächsten Jahren umsetzen wollen.

Arendsee. Ein Zugang zum See, der auch von Behinderten gefahrlos genutzt werden kann. Dies ist seit Jahren immer mal wieder Gesprächsthema, vor allem wenn das Integrationsdorf auf den Bedarf hinweist. Arendseer wollen nun nicht nur reden, sondern das Projekt anpacken.

Klaus Führ und Siegfried Winkelmann gehören zu den Einwohner, die sich für den ehrgeizigen Plan einsetzen. Als Standort wird das Strandbad favorisiert. Wenn klar ist, welche konkreten technischen und baulichen Lösungen denkbar sind, sollen die finanziellen Grundlagen gelegt werden. Dabei gilt es, Fördermittel anzuzapfen und Sponsoren zu gewinnen. Denn die Stadtkasse soll nicht belastet werden. „Wir wollen aber mit der Stadt zusammenarbeiten“, unterstrich Siegfried Winkelmann gestern, dass es kein Alleingang wird. Für das Umsetzen der Idee ist ein kommunales Grundstück nötig.

Konstruktive Teamarbeit ist nötig, damit aus dem Wunsch Realität wird. Wenn alles klappt, könnten die Arbeiten 2017 und 2018 umgesetzt werden. Mit der barrierefreien Badestelle wäre es für körperliche Behinderte einfacher, sich im See zu erfrischen. Da diese oft das Integrationsdorf als Urlaubsdomizil nutzen, ist das Klientel für dieses Angebot bereits im Luftkurort.

Siegfried Winkelmann, der den Vorsitz bei der Arendseer Volkssolidarität hat, rückte gestern im AZ-Gespräch noch einen anderen Gedanken in den Blickpunkt. Es gibt etliche ältere Einheimische, die die Vorzüge der „blauen Perle“ möglichst lange nutzen möchten. Doch sie trauen sich wegen eingeschränkter körperlicher Mobilität manchmal nicht an das zum Teil etwas unwegsame Ufer. Bei der barrierefreien Badestelle wäre dann ein Zugang mit Hilfsmitteln wie einem Rollator möglich. Was Fördermittel angeht, wurde vorgefühlt. Das europäische Programm Leader könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein. Zudem konnte gestern der Landtagsabgeordnete Andreas Höppner für das Projekt begeistert werden.

Von Christian Ziems

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