Kleinauer fordern zentrale Abwasserlösung statt Umrüstung der Kläranlagen

Mit Unterschriften doch noch nach Thielbeer?

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Mit dem Abwasserkonzept hat der Wasserverband Stendal-Osterburg Fakten geschaffen. So sollen die Orte Kleinau, Lohne und Dessau nicht ans Klärwerk Thielbeer (Foto) angeschlossen werden. Einige Grundbesitzer fordern es dennoch.

Kleinau. Alle Bürger der Arendseer Ortsteile Kleinau, Lohne und Dessau sind aufgefordert worden, ihre Kleinkläranlagen auf technisch aktuellen Stand zu bringen.

„Das Thema war auf drei Einwohnerversammlungen in den Orten erläutert worden“, erinnert sich gestern Petra Tesching vom Wasserverband Stendal-Osterburg (WVSO).

Um so erstaunter reagierte die Fachfrau vom WVSO gestern auf die Nachfrage der AZ, dass in Kleinau eine Unterschriftenaktion laufe, in der nun doch eine zentrale Abwasserentsorgung gefordert wird. „Wir haben noch keine Kenntnis davon, deshalb möchte ich auch dazu nichts sagen“, erklärte sie der Altmark-Zeitung.

Petra Tesching erklärte dann aber dennoch die derzeitige Situation. Mit dem beschlossenen Abwasserkonzept sei die dezentrale Entsorgung der drei Orte faktisch festgeschrieben. „Es ist keine zentrale Entsorgung, in diesem Fall nach Thielbeer, möglich“, erklärte sie. Das liege zum einen daran, dass bis zum Jahr 2016 der Anschluss hätte erfolgen müssen. Das sei nicht realisierbar, außerdem stünden auch wirtschaftliche Dinge dagegen. So gebe es keine bestehenden Leitung in der Region in Richtung Thielbeer. Alles müsse neu erschlossen werden.

Von Harry Güssefeld

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