Vissumer Ehrenamtliche in Magdeburg ausgezeichnet

Unermüdlicher Paul Meitz: Umweltpreis für den Naturerbeverein

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Große Freude über den Umweltpreis 2016 bei Vereinsvorsitzendem Ulf Müller (v.r.) und Ehrenpreisträger Paul Meitz. Claudia Dalbert gratulierte. Foto: Wohlt

Magdeburg / Arendsee. Besondere Ehre für Paul Meitz und den Naturerbeverein Vissum. Sie wurden von der sachsen-anhaltinischen Umweltministerin für ihr großes Engagement ausgezeichnet.

„Ich freue mich sehr, dass dieser Preis in meine Heimat vergeben wird. Auch ich habe so manches Mal bei den Projekten mitgeholfen.“ Mit diesen Worten begrüßte Jürgen Stadelmann, Vorsitzender der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz, Vertreter des Naturerbevereins Vissum gestern in Magdeburg zur Verleihung des Umweltpreises.

Dieser wurde in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen und stand unter dem Motto „Wir für unsere Umwelt“. Die Auszeichnung nahm Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90 / Die Grünen) vor. Mit dabei war der Binder Paul Meitz. Er wurde für sein Engagement besonders geehrt. Als Berater steht er dem Verein zur Seite. Zudem ist der Binder für seine informativen Wanderungen bekannt.

Die Freude stand dem Vereinsvorsitzenden Ulf Müller ins Gesicht geschrieben. Bei seiner Projektvorstellung vergaß er nicht, sich bei allen zu bedanken, die im 2009 gegründeten Naturerbeverein Vissum mitarbeiten und ihn unterstützen. Ganz vorn dabei Paul Meitz. „Sie sind Natur“, würdigte er den Binder. Meitz engagiert sich seit 1991 aktiv für den Schutz der Natur im Altmarkkreis Salzwedel, davor mehrere Jahrzehnte in Niedersachsen. Mit seinen über 80 Jahren und seinem ausgewiesenen Fachwissen begleitet er die Arbeit des Naturerbevereins Vissum seit seiner Gründung, führt regelmäßig Gänsewanderungen am Arendsee durch und gestaltet den Geo-Tag der Artenvielfalt an der Grundschule Fleetmark mit. Für dieses Lebenswerk wurde er gestern in Magdeburg mit dem Umweltehrenpreis ausgezeichnet. Mit 50 Mitgliedern aus verschiedenen Bundesländern sind die Vissumer Naturschützer eine starke Truppe, die bereits einiges auf die Beine gestellt hat. Dazu gehört das Pflanzen von 300 Obstbäumen an Feldwegen und die Schaffung eines Naturlehrpfades entlang der alten Eisenbahnstrecke Salzwedel-Osterburg, der Dorfplatz in Kassuhn wurde gestaltet und alte Trafostationen umgebaut. Immer wieder werden Kinder und Jugendliche der Region zum Mitmachen eingeladen. Besondere Bedeutung habe, so Müller, die Zusammenarbeit mit der Grundschule Fleetmark. Den mit 3000 Euro dotierten Umweltpreis 2016 erhielt der Verein für sein vielfältiges Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Die Idee, an einem Gemeindeweg wieder Obstbäume zu pflanzen, hat in den Jahren 2007 und 2008 naturinteressierte Menschen zusammengebracht. Der Verein hat noch viele Ideen: eine eigene Imkerei, ein weiterer Beobachtungsplatz, ein Kräutergarten sowie Umweltbildungsprojekte.

Von Christian Wohlt

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