Arendsee setzt bei der Bekämpfung auf die Hilfe des Altmarkkreises

Stadt rüstet sich für den Eichenprozessionsspinner

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Der Eichenprozessionsspinner breitet sich immer weiter aus. Die Einheitsgemeinde gibt für die Bekämpfung pro Jahr zwischen 10 000 und 20 000 Euro aus.

Arendsee. Derzeit bereitet der Eichenprozessionsspinner keine Probleme. Doch in der Stadtverwaltung wird bereits an die Bekämpfung im Frühjahr gedacht. Bürgermeister Norman Klebe informierte den Stadtrat über eine engere Zusammenarbeit mit den Landkreis.

So soll es für alle Kommunen eine gemeinsame Ausschreibung geben, damit Kosten gespart werden. Davon sollen mehrere Firmen profitieren. Norman Klebe befürchtet, dass es ansonsten zu Engpässen kommt. Denn wenn nur ein Betrieb den Auftrag hat, könnte dieser überfordert sein, wenn mehrere Gemeinde gleichzeitig schnelle Hilfe benötigen.

Für eine bessere Planunghat der Landkreis Karten von Arendsee bekommen. Auf diesen sind öffentliche Flächen gekennzeichnet, die in den vergangenen Jahren besonders betroffen waren. Dazu gehört zum Beispiel der Weg zwischen Arendsee und Gestien. Aber auch im Seebereich gibt es immer wieder Probleme. „Neben Kalbe sind wir die Region, die am meisten betroffen ist“, erklärte der Bürgermeister. Die Schädlinge breiten sich immer mehr in Richtung Westen aus.

Darum könnte auch Salzwedel in diesem Jahr mehr als sonst betroffen sein.

Arendsee kostet die Bekämpfung pro Jahr zwischen 10 000 und 20 000 Euro. Private Eichenbesitzer müssen sich selbst kümmern. Wer den Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Bereich bemerkt, kann sich beim Ordnungs- oder Bauamt im Arendseer Rathaus melden.

Für Menschen gefährlich sind die Haare im dritten Larvenstadium (Mai, Juni) des Eichenprozessionsspinners. Sie halten sich auch an Kleidern sowie Schuhen und lösen bei Berührungen gesundheitliche Probleme aus. Die Raupendermatitis zeigt sich in Form von Quaddeln, Hautentzündungen sowie Knötchen. Auch Schwierigkeiten mit den Atemwegen können auftreten. In der Einheitsgemeinde Arendsee gab es in der Vergangenheit immer wieder extreme Fälle. So mussten Eichen in Mechau gefällt werden, weil die Nachbarn nicht mehr gefahrfrei leben konnten.

Von Christian Ziems

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