Im September ‘95 wurde die 6,6 Kilometer lange Piste bei Arendsee übergeben

Schneller und breiter: Die Umgehung wird 20

+
Die Kreuzung am „Seeadler“ in Arendsee. In Richtung Heiligenfelde wird die B 190 überquert, die es dort vor 1994 / 95 noch nicht gab. Es ist die Ortsumgehung der Seestadt, die nach der Wende für Entlastung der Innenstadt sorgte.

Arendsee. Für Autofahrer rund um Arendsee ist sie schon Normalität: Die Ortsumgehung im Zuge der B 190. In diesem Jahr wird sie 20 Jahre jung. Die Bauzeit dauerte gut ein Jahr – von Oktober 1994 bis September 1995.

Großen Anteil daran, das die Seestadt die Umgehung bekommt, hatte der damalige Stadtdirektor Hans-Jürgen Graumann. Er hatte mit einigen Unentwegten nach der Wende sogar während der Übergabe der Schramper Ortsdurchfahrt für eine Umgehung Arendsees demonstriert.

Gespräche im Verkehrsministerium folgten – und von dort an bis zur Übergabe der Straße vergingen vier Jahre. Bei Baubeginn hatte sich der Motorisierungsgrad von einst 215 Pkw (1990) auf 430 Pkw pro 1000 Einwohner verändert. „Gerade für den Wirtschafts- und Touristenstandort Altmark gewinnt die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans immer mehr an Bedeutung“, hatte der damalige Leiter des Straßenbauamtes, Peter Ebneter, während des Einbaus der 1. Tragschicht am 2. November 1994 betont.

Die Ortsumgehung war nicht unumstritten. Gastwirte, aber auch Händler sorgten sich um ihre Umsätze. Doch die Situation der Ortsdurchfahrt ließ keine andere Lösung als eine Umgehung zu: Die Hohe Warthe mit dem Nadelöhr Einbiegung Mühlenstraße wäre dem heutigen Verkehr nicht mehr gewachsen. Hunderte Lkw hätte sich Tag für Tag durch Arendsee gequält.

Von Harry Güssefeld

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der Altmark-Zeitung.

Kommentare