Schüler lernen gemeinsam, Probleme bereits im Keim zu lösen

Arendsee: „Schlichten ist besser als streiten“

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Mit Rollenspielen werden verschiedene Situationen nachgestellt. Streitschlichter lernen, wie sie sich verhalten sollten, um eine Eskalation zu vermeiden und die Probleme zu lösen.

Arendsee / Altmarkkreis. Zuhören statt schreien, reden statt schlagen: Mit Grundlagen der Deeskalation starteten Schüler aus dem Altmarkkreis nach den Pfingstferien.

Ein Streitschlichterseminar fiel am Dienstag und Mittwoch auf fruchtbaren Boden. „Schlichten ist besser als Streiten“, fasste Irene Barth, Sozialarbeiterin an der Ganztags-Gemeinschaftsschule Salzwedel, das Grundziel zusammen.

36 Fünft- bis Neuntklässler ergriffen die Chance, einiges im zwischenmenschlichen Umgang zu lernen. Dabei geht es immer wieder um die Frage: Wie lassen sich Konflikte ausräumen, bevor sie eskalieren? Die verbale Methode ist unverzichtbar. Denn mit Reden lassen sich Kompromisse finden und Missverständnisse ausräumen. Einige Schüler haben bereits Erfahrung mit dem Streitschlichter, Neulinge auf dem Gebiet profitieren umso mehr von den zwei Tagen im Arendseer Kinder- und Jugenderholungszentrum.

„Sie lernen dabei ebenso soziale Kompetenzen“, unterstrich Godela Schwerin von der Dr.-Salvador-Allende-Bildungsstätte (Klötze). Federführend ist die Schulsozialarbeit. Die drei Träger Arbeiterwohlfahrt, Verein für berufliche Bildung und Diakonie ziehen an einem Strang. Folgende Schulen aus dem Altmarkkreis sind dabei: Lessing (Ganztags / Gemeinschaft), Comenius, Pestalozzi (alle Salzwedel), Dr. Salvador Allende (Klötze), Dähre, Theodor Fontane (Arendsee) und Johann Friedrich Danneil (Kalbe).

Mit Rollenspielen wurden verschiedene Situationen nachgespielt, die Schüler somit auf Alltagserlebnisse vorbereitet. Sie sollen in den Bildungsstätten dann bei Problemen helfen. Ihre Arbeit ist ehrenamtlich und erfüllt so manchen Teilnehmer mit Stolz. Zudem lernen sich die Vertreter der einzelnen Einrichtungen besser kennen. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Land sowie dem Europäischen Sozialfonds. Neben dem Lernen und Ausprobieren konnte die Arendseer Freizeitstätte für verschiedene Aktivitäten genutzt werden. So wurden Bowlingbahn, Disko und Turnhalle ausprobiert. Gestern Nachmittag ging es wieder in Richtung Heimat.

Von Christian Ziems

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