Dr. Ernst Allhoff erklärt dem Stadtrat seine Wünsche für ein schöneres Dorf

Zießau: Schilder gegen Raserei und Bänke als Ruhezone gefordert

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Eine Kreisstraße verbindet Arendsee mit Schrampe. Viele Autofahrer nutzen sie, um ins Wendland zu fahren. Dabei müssen sie auch durch Zießau. Und manche nehmen es nicht so genau mit der Geschwindigkeit. Ein Bürger fordert eine Begrenzung.

Arendsee / Zießau. Wenn der Stadtrat in Arendsee über die Dörfer zieht, dann hat es auch den Grund, dass die Bürger im Rahmen des Einwohnerfragestunde Probleme und Fragen loswerden können. In Zießau nutzten Bürger die Gelegenheit. Sie forderten unter anderem endlich eine machbare Internetlösung.

Auch Dr. Ernst Allhoff meldete sich. Er machte deutlich, dass Zießau noch liebenswerter sein könne, wenn die Verwaltung einige Dinge umsetzt. Seine erste Forderung: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Ort. „Es handelt sich inzwischen um eine wichtige Durchgangsstraße. Den ganzen Tag über nutzen viele Pkw, aber auch Lkw die Straße um den See“, so Allhoff. Und er bot auch gleich eine Lösung an: Schilder sollen aufgestellt werden, um das Rasen im Dorf zu unterbinden“, sagte der Zießauer. „Alles donnert durch den Ort. Es gibt auch eine Alternative um den Ort herum, vielleicht könnte man das durch geeignete Maßnahmen realisieren“, hieß es.

Dr. Ernst Allhoff.

Des Weiteren vermisst der Zießauer, der die alte Schule bewohnt und nach eigenen Angaben auch Touristen einen Blick in ein altes Klassenzimmer gewährt, einen echten Dorfplatz. Den könnte man dort einrichten, wo derzeit die Glascontainer stehen, so sein Vorschlag. Und: Das Dorf habe so viel Geschichte, dass eine Hinweistafel angebracht wäre, um die Besucher darauf hinzuweisen. „Da geht es um alte Fischereirechte, oder da geht es um die Zeit, in der Zießau 40 Jahre im Grenzgebiet lag“, schlug Allhoff vor. Und zu einem Dorfplatz gehörten auch Bänke. Er vermisse sie, unter anderem auch in der Nähe des Kriegerdenkmals. Bänke laden zum Verweilen ein, so dass Urlauber auch mal Halt in Zießau machen und es nicht nur aus dem Autofenster heraus erleben. Und schließlich forderte der Zießauer auch Überlegungen hinsichtlich der Parksituation, die manchmal unübersichtlich sei und Autofahrer ihre Pkw oft dort abstellen, wo eigentlich private Grasflächen ein Parken untersagen.

Die Stadträte hörten ihm zu. Protokollantin Birgit Beyer notierte die Aussagen Ernst Allhoffs. Und Allhoff wie auch andere Zießauer hoffen, dass man einige Anregungen zum Anlass nimmt, sich im Gremium Gedanken darüber zu machen. Und vielleicht wirklich mal ein paar Bänke aufstellt, wie gewünscht.

Von Harry Güssefeld

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