Ortsdurchfahrt soll am morgigen Freitag wieder freigegeben werden

Rollrasen für die Mulde: Greenkeeper in Rademin

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Der Greenkeeper in Aktion: Swen Koops von der Firma Pengel verlegt den Rollrasen in der Sickermulde an der Kreisstraße in Rademin. Grassamen würden bei einem Regenguss weggeschwemmt. Deshalb wurde diese Lösung gewählt

Rademin. Ein paar Tage länger brauchten die Straßenbauer in Rademin – aber am morgigen Freitag, so erfuhr die AZ gestern vor Ort, soll die Ortsdurchfahrt wieder freigegeben werden.

Die Straße ist längst asphaltiert, das Sickerbecken für das abfließende Oberflächenwasser ist ausgehoben, und die Sickermulden rechts und links der Fahrbahn bekommen einen Rollrasen. Rollrasen? Ja, so einen, wie in in einem Fußballstadion verlegt wird. Natürlich in kleineren Abschnitten, aber Rollrasen. Echten. Die Erklärung gab es vor Ort von den Fachleuten. „Wenn wir Rasen in den Sickermulden ansäen, und es kommt ein erster Regenguss, dann ist die Grassaat dahin“, hieß es. Der Rollrasen dagegen lasse das Wasser teilweise versickern, führe aber auch einen Teil zu der Rohrleitung, die das Wasser in Richtung Sickermulde fließen lässt. Auf Kante verlegt Swen Koops von der Firma Pengel aus Arendsee den Rasen, der dann mit Holzstiften fixiert wird. Ein wenig Wehmut kommt auf, als er mit der AZ spricht. Denn: Er wird das Arendseer Unternehmen verlassen. Nicht weil es ihm nicht gefällt, sondern weil er aus Arendsee ins niedersächsische Walsrode zieht. Der Liebe wegen. Und so wird die Baustelle in Rademin eine seiner letzten in der alten Heimat sein.

Morgen ist es nun soweit. Der rund 220 Meter lange Straßenabschnitt ist auf modernstem Stand. Nichts ist mehr zu sehen von der Buckelpiste, von den Pfützen nach Starkregen und den Löchern, die den Autos zu schaffen machten. Auf 220 Metern geht es glatt. Dann, in Richtung Ortsmitte, beginnt wieder das Rütteln. Ob die Straßenbauer wiederkommen?

Von Harry Güssefeld

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