Noch immer mit Infarkt

„Queen Arendsee“ muss weiter an der Landungsbrücke bleiben

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Die "Queen Arendsee" kann derzeit nicht auf Seereise gehen. 

Arendsee. So kurz vor ihrem 25. Geburtstag muss die „Queen Arendsee“ pausieren. Am 3. Oktober 1991 wurde sie in Dienst gestellt, getauft im Seglerhafen von Annelie Röhl. Das Fahrgastschiff war und ist die Attraktion der Seestadt.

Inzwischen haben zehntausende Gäste die „Queen“ zu einer Rundfahrt genutzt. „Und würden es auch weiterhin tun, doch das Schiff steht seit gut einer Woche still“, so GmbH-Geschäftsführer Michael Meyer gestern auch Nachfrage der AZ. Es fehlt ein Ersatzteil. Was genau war passiert? „Der Generator liefert nicht mehr konstant Strom, außerdem ist der Umschalter defekt“, so Meyer. Und so muss die GmbH, die jeden Cent dringend benötigt, zusehen, wie die potentiellen Fahrgäste wieder abdrehen müssen. „Wir haben gedacht, noch 15 000 Euro mehr einzufahren“, so der Chef. Das wäre angesichts der schönen Herbsttage kein Problem gewesen. „Außerdem hatten wir viele Fahrten angenommen, die alle wieder abgesagt werden mussten“, hieß es weiter. 2015 waren 18 600 Fahrgäste gezählt worden, bis zum 15. September waren es 16 500. Das alles gleiche einer Tragödie, so Meyer. Wenn nicht noch ein Wunder geschehe, stehe die „Queen“ auch an ihrem 25. Geburtstag noch mit Problemen am Kai. Kein schöner Gedanke.

Michael Meyer freut sich angesichts der Investitionen auf dem Parkplatz, dass diese sich bislang auch einnahmeseitig ausgewirkt haben. 2016 wurden bislang 50 Prozent Mehreinnahmen realisiert. Besonders gut, wenn auch nicht einnahmewirksam, werde die 20-minütige kostenfreie Parkzeit genutzt. Vor allem von Eltern, die Kinder bringen und abholen. Annähernd gleich sind die Übernachtungszahlen auf dem Campingplatz. Man werde auch die 2015 verzeichneten rund 14 090 Übernachtungen erreichen. Es handelt sich allein um Übernachtungen von Tages- oder Kurzzeitcampern ohne die Übernachtungen der Dauercamper.

Ein wenig mehr Badegäste passierten die Kasse im Strandbad. Bis zum 10. August waren es 28 000, die Zahl erhöhte sich auf 44 600 bis zur Schließung Mitte September.

Von Harry Güssefeld

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