Mitarbeiter im Strandbad stiegen in den rauhen Arendsee

Die Pumpen müssen raus am Arendsee

+
Schwimmmeister Dan-Peter Weber steht bis zur Brust im Wasser. Er muss die Anlagen für den Aufzug vorbereiten.

Arendsee. Stürmischer Wind gestern am Arendsee, ein Loch ist im Steg. Beim genauen Hinsehen entdeckte der AZ-Redakteur den Schwimmmeister Dan-Peter Weber. Diesesmal nicht in weißem Outfit als Lebensretter und Aufpasser, sondern als Monteur bis zur Brust im Wasser stehend.

Seine Aufgabe: Die Wasserentnahmestellen für den Wassergarten und die Rutsche von den Schraubverbindungen zu lösen, um sie vor dem beginnenden Winter aus dem Wasser zu holen. Oben am Flaschenzug sind Mario Weber und Ronald Linke damit beschäftigt, den Metallkasten mit Ansaugstutzen langsam aus dem Wasser zu ziehen. „Jedes Jahr die selbe Prozedur, aber wir müssen es tun, weil die Anlagen gesäubert werden und vor möglichem Eis geschützt werden müssen“, so Dan-Peter Weber. Auch die Wasseruhren müssen geborgen werden. Eine Arbeit, die Hand-in-Hand-Arbeiten erfordert. Der Wind ist immer noch stark. Die Wellen versuchen immer wieder, in die Wathose des Schwimmmeisters zu gelangen. Einige Wellen schaffen es.

Aber egal: Erst wenn die Anlagen geborgen sind, ist der Job getan. „Die Ansaugvorrichtung ist von einem Kasten umgeben, um Kinder vor einem Einzug in das Rohr zu schützen“, erfährt die AZ.

Mit einem Wagen werden die Metallgerätschaften in die trockene Halle geschafft. Bis zur nächsten Saison. Etwas wehmütig schaut Dan-Peter Weber auf seine erste Saison zurück. Es geht auch darum, das Bestehende zu erhalten.

Die Luft beträgt gestern 18 Grad, das Wasser schwankt zwischen 16 an der Anzeige in der Nähe der Kasse I und den Angaben des Schwimmmeisters, der 19 Grad angibt. Eigentlich noch eine Badewassertemperatur, aber Badende sind weit und breit nicht mehr zu sehen. Die Saison ist gegessen. Die ersten Helfer von der LeBe Mechau sind schon damit beauftragt, das Laub zusammenzuharken.

Die Mitarbeiter der GmbH haben bereits die Bojen, das Schwimmplateau und die Netze für Ballspiele im Wasser abgebaut. Nun hoffen sie, dass der Wind nicht arg zu schwer wird. Denn dann müssen die Stege und die Brücke vom Eis freigeschnitten werden. Aber noch ist ja ein Spätsommer mit milden Temperaturen.

Von Harry Güssefeld

Kommentare