Auffällig: Von 32 Wählern wollten 19 Norman Klebe nicht

Protestwahl in Mechau

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Sonntagabend 18 Uhr: Die Wahl wurde ausgezählt. Ein Fünftel aller Wahlberechtigten war trotz klarer Verhältnisse dabei.

gü Arendsee. Die Wahl ist vorbei. Unspektakulär, möchte man meinen. Es gab nur einen Kandidaten, und der wäre sogar mit seiner eigenen Stimme Bürgermeister geworden.

Nun waren es aber immerhin 21,5 Prozent aller Wahlberechtigten, die trotz der Konstellation wählen gingen. Immerhin. In den 19 Wahllokalen machten insgesamt 106 Wähler ihren Schein ungültig. Aus welchem Grund auch immer. Fakt ist: Sie wollten ihrem Bürgermeister zeigen, dass sie ihn nicht wollen. Dennoch: Ein Fünftel aller Wahlberechtigten gingen an die Wahlurne, und 1152 Männer und Frauen zeigten deutlich, dass sie Klebe weiterhin im Amt haben möchten.

Es waren die Orte, die in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich machten, dass sie die Zusammenarbeit mit Arendsee in Frage stellen. Der Bürgermeister, der das Gebilde leitet, erfuhr es auch dieses Mal: In Fleetmark waren es auch 19, die den Wahlzettel ungültig machten. Immerhin 82 sagten Ja zu Klebe.

In Kerkau gab es keinen ungültigen Zettel. 45 Wähler stimmten für den alten und neuen Amtsinhaber. In Arendsee waren es 24 Wähler, die sich gegen Klebe aussprachen.

Norman Klebe ist für die nächsten sieben Jahre im Amt bestätigt. Auch deshalb, weil es keine politische Kraft in Arendsee schaffte, einen Kandidaten gegen Klebe ins Feld ziehen zu lassen.

Der Volljurist hat zum dritten Mal eine Bürgermeisterwahl in Arendsee gewonnen. 2009 gab es noch sechs Mitwettbewerber. Klebe siegte mit über 60 Prozent.

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