Altmarkkreis gab inzwischen grünes Licht für Vorhaben in der Seestadt

Neue Frist für Steg-Umzug: Nun gilt bis Silvester

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Noch liegt der Steg unsaniert am Schramper Eck. Bis Silvester soll er nun umgesetzt werden. An die Seeterassen.

Arendsee. Hatte die Stadt sich nicht an die Vorgaben der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gehalten, den Steg am Schramper Eck bis Ende September zu reparieren? Das wollte die Altmark-Zeitung gestern von Bürgermeister Norman Klebe wissen.

Hintergrund: Der Steg ist in einem desolaten Zustand, und die Investitionsbank hatte gefordert, ihn wieder in einen normalen Zustand zu bringen (wir berichteten ). Ansonsten, so hieß es aus Magdeburg, drohte die Rückzahlung der damals ausgereichten Fördermittel. Nach den Recherchen der AZ hatte die Stadt Kontakt mit der Bank in der Landeshauptstadt aufgenommen und als neuen Termin Ende September vereinbart.

Zwischenzeitlich hatte das Bauamt mit den Nutzern und Betreibern der Anlage, vornehmlich mit dem Regattaverein, gesprochen und erfahren, dass die Steganlage in dem Bereich zu anfällig für heftige Winde ist. Die Seitenausleger waren schon längst abgebaut, einen Ponton hatte der Regattaverein zunächst aus Gründen der Reparatur entfernt, ihn dann aber zweckentfremdet zum Einstieg in ihre Boote genutzt. Die Stadt hatte deshalb die Idee, die Steganlage an anderer Stelle zu installieren. Und man wurde fündig: Unterhalb des Hotels „Seeterrassen“ sollte sie nun umziehen. „Wir haben mit der Familie Meyer gesprochen. Diese begrüßt das Vorhaben und wird sich auch an der Unterhaltung beteiligen“, hieß es vor Wochen. Wie gesagt: Der Umzug sollte bis Ende September vollzogen sein.

Doch die Stadt hatte die Rechnung ohne den Altmarkkreis gemacht. Nachdem Arendsee die Idee dort kundtat, machten sich Mitarbeiter der Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde auf den Weg nach Arendsee. Um zu prüfen. Und diese Prüfung dauerte sehr lange, fast den gesamten Sommer, erfuhr die AZ. Es ging um die Prüfung, inwieweit der Schilfgürtel beeinträchtigt sein könnte, außerdem musste der Winkel bestimmt werden, mit dem der Steg vom Ufer in Richtung See festgemacht wird – mittels Dalben. „Nun haben wir die Lösung“, erklärte Norman Klebe gestern auf Nachfrage der AZ. Doch dadurch war der Termin bis Ende September nicht mehr zu halten. Eine erneute Anfrage in Magdeburg hatte ergeben, dass nun der Termin „Jahresende“ steht.

Der Steg wird mit allen vier Elementen verlegt, wobei an der Stirnseite der Ponton nicht längs, sondern quer angebracht wird. Nur drei Seitenteile werden installiert, weil sechs angesichts des Schilfs keinen Platz haben.

Ob in Zukunft die „Queen“ an dem Steg anlegen kann ist noch offen. Die Kosten der Umsetzung: rund 10 000 Euro. So die Angaben gestern aus dem Rathaus. Nun sind noch zehn Wochen Zeit, den neuen Termin einzuhalten.

Von Harry Güssefeld

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