Initiative „Aktiv für Arendsee“ hat die Sommerpause beendet

Nach dem Maibaum kommt die Eskaladierwand

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An der Ostsee, in Scharbeutz, entdeckte das Mitglied der Initiative „Aktiv für Arendsee“, Hendry Wundes, diese kleine aber stabile Wand. „Die sollte jeder schaffen“, sagte er.

Arendsee. Die Initiative „Aktiv für Arendsee“ ist eine lose Gemeinschaft von Aktiven und Idealisten, die sich für ihre Stadt Arendsee einsetzen und Zeichen setzen wollen.

Ein erstes Ausrufezeichen gab es im April, als sie den ersten Maibaum der jüngsten Arendseer Geschichte aufstellten. Weithin sichtbar war der Baum, und viele Stunden wurden investiert. Von der Suche kurz vor Weihnachten, als die Aktion plötzlich und unerwartet von einer spontanen Party unterbrochen wurde, bis zum Fällen des Baumes, der Ideensuche und Gestaltung waren es rund vier Monate. Nach dem großen Erfolg ging es schließlich in die wohlverdiente Sommerpause.

Gestern nun hat der Sprecher der Gruppe, Mathias Goyer, die Mannen wieder geweckt. Per Rundruf wurde die Ferienzeit beendet und die Männer werden auf neue Aktivitäten eingeschworen. Es soll nun um neue Fitnessgeräte am Arendsee gehen. Da ja nur Männer in der Gruppe sind und die meisten gedient – heißt in den bewaffneten Organen der DDR Dienst getan haben – kam die Idee einer Eskaladierwand. Auf der Suche nach einem geeigneten Modell wollen die AfA-Leute nicht auf die einstige einfache, graue, Eskaladierwand zurückgreifen, sondern ein Modell wählen, das in die heutige Zeit passt. Also auch fülligeren Personen ein Überwinden der Bretterwand ermöglichen, weshalb Griffteile wie bei der bekannten Kletterwand angebracht sind.

Ein solches Modell entdeckte AfA-Mitglied Henry Wundes an der Ostsee. Handy raus, ein Foto gemacht – und schon war die Idee nicht nur eine Idee, sondern eine mögliche Variante, die auch am Arendsee aufgestellt werden könnte.

Wieviele Geräte und wo sie aufgestellt werden, das soll eine Seeumfahrung mit dem Fahrrad ergeben. Noch im September soll es losgehen – wann genau ist noch offen. Die Fitnessanlagen am See werden somit die zweite Aktion der Aktiven in Arendsee. „Wir wollen erreichen, dass das Spazierengehen am See noch interessanter wird, die Leute sich sportlich betätigen können“, so Mathias Goyer. Das Besteigen des Aussichtsturmes bei Zießau allein reiche nicht aus, hieß es weiter.

Ob es einen Trimm-Dich-Pfad geben wird oder wie die ganze Sache dann letztendlich bezeichnet wird, das werden die AfA-Mitglieder in Kürze bestimmen. Gebaut wird ausschließlich auf kommunalem Grund und Boden.

Von Harry Güssefeld

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