Stadtverwaltung geht an die Öffentlichkeit

Nach Beschwerden: Hunde müssen angemeldet werden

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Hunde müssen in der Einheitsgemeinde Arendsee grundsätzlich vom Halter angemeldet werden. Und zwar spätestens 14 Tage nach der Aufnahme.

Arendsee. Immer wieder beschweren sich Einwohner bei der Einheitsgemeinde über Hundehalter. Die Stadtverwaltung ist nun in die Ofensive gegangen und hat eine Pressemitteilung veröffentlicht. „Es ist in der letzten Zeit vermehrt zu Vorfällen gekommen.

Zum Beispiel fühlten sich Fußgänger, Jogger oder Kinder durch freilaufende Hunde bedroht“, heißt es in dem Schreiben. Halter müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere nicht unbeaufsichtigt herumlaufen. „Noch immer sind vielen Hundehaltern die Fristen gar nicht bewusst, die das Gesetz vorschreibt“, wird in er Mitteilung zudem auf die Meldepflicht hingewiesen. Spätestens 14 Tage nach der Aufnahme des Tieres muss dies im Rathaus bekannt sein. Für den ersten Hund werden pro Jahr 30 Euro fällig. Der höchste Steuerbeitrag muss übrigens für ein Tier bezahlt werden, das als gefährlich eingestuft ist (130 Euro).

Ansprechpartnerin im Rathaus ist Anja Schrader vom Ordnungsamt. Sie weist auch daraufhin, dass Daten angegeben werden müssen.

Dazu gehört das Geschlecht und Geburtsdatum, die Kennnummer des Transponders, die Rassezugehörigkeit oder Angabe der Kreuzung, Name und Anschrift des Halters sowie eine Bescheinigung des Versicherers (Kopie). Die Informationen werden zentral im Hunderegister des Landes Sachsen-Anhalt gespeichert.

Dies gilt auch bei Tieren, die für besondere Zwecke eingesetzt werden und für die Stadt Arendsee darum nur die Hälfte oder überhaupt keine Steuern kassiert. Laut Satzung, die im Internet unter www.arendsee.de (Bereich Verwaltung) einsehbar ist, betrifft dies zum Beispiel Hunde, die zum Schutz blinder, tauber oder sonst hilfloser Personen eingesetzt werden. 50 Prozent Ermäßigung gibt es unter anderem, wenn das Tier zur Bewachung von bewohnten Grundstücken oder landwirtschaftlichen Gebäuden dient. Aber nur dann, wenn das nächste bewohnte Objekt mehr als 300 Meter Luftlinie entfernt ist.

Von Christian Ziems

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