Tourismusfachleute geben Tipps für Aktivitäten außerhalb Arendsees

Morgens raus aus der Stadt

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Dieser Flyer legt in der Touristinformation aus. Die Urlauber werden animiert, in Orte zu fahren, die ein Bad, einen Freizeitpark oder ein Kino haben. Das alles gibt es in Arendsee nicht.

Arendsee. „Was machen wir denn heute Mama?“, fragt ein kleines Kind seine Mutter. Dieses Bild ziert einen Flyer, der in Zusammenarbeit mit der Touristinfo und dem Geldgeber Sparkasse entstanden ist.

„Freizeittipps für die Umgebung“, so der Untertitel des kleines Faltblattes.

Vorgestellt hatte es GmbH-Chef Michael Meyer während des Wirtschaftsausschusses in der vergangenen Woche. Und alle fanden es interessant. Auf die Frage der AZ, warum denn Arendsee nicht bemüht sei, die Urlauber während ihres Aufenthaltes in der Stadt zu halten und den Unternehmen, die von den Urlaubern leben, die Einnahmen zu sichern, bekam der AZ-Redakteur die Antwort, dass es immer so sei, Urlaubern Ziele in der Region zu präsentieren.

Es scheint, dass es einfacher ist, die Urlauber in die weite Welt zu schicken, als sie in Arendsee zu halten. Die Angebote, die der Flyer bereithält, können sich sehen lassen: Da sind die Kletterhalle in Lüchow und der Kletterwald in Dömitz, das Bowlingcenter in Wittenberge, die Kristalltherme in Bad Wilsnack. Sogar auf den Heidepark Soltau wird verwiesen und auch den Vogelpark Walsrode. Wer ins Kino will, muss nach Salzwedel oder Lüchow. Natürlich wird auch auf einige wenige Ziele in der Region verwiesen – so vor allem Reiterhöfe.

Der Urlauber, der nach Arendsee fährt, kann, nachdem er den See umrundet und mit der „Queen“ gefahren ist, viel in der näheren Region erleben. Und dazu passt eine weitere Initiative des Wirtschaftsausschusses: Im Zuge der Neuregelung der Kurtaxe soll geprüft werden, welche Vergünstigungen ein Kurkarteninhaber genießen könne. Eine Idee: Vergünstigte Fahrten mit den Bussen der PVGS. Dann wird es noch einfacher, nach dem morgendlichen Frühstück in Arendsee der Stadt den Rücken zu kehren. Angebote gibt es ja dank des Flyers ausreichend.

Von Harry Güssefeld

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