Rainer Robra besucht Arendsee / Förderung wird es weiter geben

Medienminister bei Filmcamp zwischen Kameras und Wohnwagen

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Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra im zu einem Filmstudio umgebauten Wohnwagen. Die Luft steht, doch für ein Gespräch mit Alexander aus Essen und Sina aus Düsseldorf ist Zeit während einer Filmpause.

Arendsee. Das Jugendfilmcamp in Arendsee kann sich auch in Zukunft auf Unterstützung vom Land freuen. Das erklärte Staatsminister Rainer Robra gestern im Ergebnis eines Besuchs in Arendsee.

„Wir haben bislang aus dem Medienbudget unterstützt, ich denke, es gibt noch andere Wege“, kündigte der Politiker an, der nach eigenen Angaben seit 2003 Medienminister in Magdeburg ist. Während des Rundganges durch das Filmcamp wurde deutlich, dass Rainer Robra mehr als beeindruckt war von der personellen Zusammensetzung des Camps und der Leistungen, die es hervorbringt. Medienkompetenz sei mehr als erkennbar, pädagogisch wertvolle Arbeit werde geleistet – und das bei einer fast selbstbestimmten Arbeitsweise der einzelnen Filmgruppen, die nach einer Woche einen Kurzfilm präsentieren. Von der Idee übers Drehbuch zum Filmen und Schneiden. Begleitet von Dozenten, die das Filmgeschäft von der Pike auf gelernt haben. Unter anderem freuen sich Camp-Leiter Norman Schenk und seine Mitstreiter über die Unterstützung von Ryan Lewis, der jungen Menschen unter anderem die Arbeit im Bereich Spezialeffekte näher bringt.

„Es ist einfach wichtig, sich ein solch großartiges Projekt einmal persönlich anzusehen, statt sich nur ein Bild zu machen, indem man die Homepage angesehen hat“, so der Minister. Im direkten Kontakt mit den jungen Erwachsenen wollte er vieles wissen. Und die Männer und Frauen, die aus ihrer Begeisterung keinen Hehl machten und das Leben in den Wohnwagen als einfach toll beschrieben, beantworteten die Fragen des Ministers, der gerade aus dem Urlaub kam. „Ein schöner Wiedereinstieg“, sagte er.

Rainer Robra lobte die Idee, Menschen verschiedenster Charaktere und Herkunft zusammen in ein Filmteam zu bringen. „Geht denn das immer gut´?“, wollte er wissen. Die Macher des Filmcamps dazu: „Das ist auch eine Art Kunst.“ Generell funktioniere das, auch deshalb, weil der Druck, nach sieben Tagen einen Film zu präsentieren, beherrschend sei, hieß es. Rainer Robra abschließend: „Arendsee als Camp-Stadt ist um eine Attraktion reicher.“

Von Harry Güssefeld

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