Hotelier Burghard Bannier fordert intensive Werbung von der Stadt

„Luftkurort-Status wird stiefmütterlich behandelt“

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Mit diesen Schildern wird darauf hingewiesen, dass Arendsee ein Luftkurort ist. Doch während andere Städte zum Beispiel ihre Hansevergangenheit pflegen, gibt es Vergleichbares an der „blauen Perle“ der Altmark bisher nicht.

Arendsee. Der Ortsteil Arendsee darf weiterhin den Status Luftkurort tragen. Dies lassen die Werte, die in einem Klimagutachten gesammelt wurden, zu. Doch es gab dazu weder eine öffentliche Veranstaltung noch gesonderte Hinweise, außer einer kurzen Info im Stadtrat.

Auch beim Frühjahrsempfang spielte das Thema keine Rolle.

Burghard Bannier vom Flair-Hotel „Deutsches Haus“ fordert, dass die Stadt offensiv in die Werbung geht. „Der Luftkurort-Status wird stiefmütterlich behandelt. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, das wir besser nutzen sollten“, so der Hotelier und weiter: „Solche Dinge wie schönster See Deutschlands oder Lichterfest sind ebenfalls wichtig. Aber für den Titel Luftkurort setzen sich Menschen seit Jahrzehnten ein. Das Potential muss besser genutzt werden. Soweit ich weiß, wurden dafür 60 000 Euro ausgegeben“, sieht der Unternehmer die Stadt in der Pflicht, was das Weiterreichen von Informationen angeht. Holzschilder an den Stadteingängen und ein Logo auf der Internetseite würden nicht reichen. „Woher soll denn der Gast wissen, was Luftkurort bedeutet? Welche klimatischen Vorzüge gibt es und wie wirkt sich dies auf die Gesundheit aus“, fragt sich Burghard Bannier. Er glaubt, dass sich durch eine geschickte Vermarktung mehr Touristen begeistern lassen.

Der Gesundheitsfaktor könnte mit anderen Angeboten durch die Werbung verknüpft werden. Ein Beispiel: Die gute Luft auf einem der Terrain-Kurwege nutzen. Auch die eher unbekannte Wassertretstelle an der Festwiese „Bleiche“ ließe sich damit mehr in den Blickpunkt rücken. Voraussetzung dafür ist, dass mehr Fakten zum Status Luftkurort bekannt gegeben werden. „Es wäre doch denkbar, dass die Touristinfo ein entsprechendes Infoblatt herausgibt“, so Burghard Bannier. Auch im Internet gibt es kaum Daten.

„Als staatlich anerkannter Luftkurort erfüllen wir besondere Kriterien was die Luft- und Wasserqualität, sowie Sauberkeit betrifft“, heißt es unter www. arendsee.de. Anschließend wird erklärt, dass darum eine Kurtaxe erhoben werden kann. Doch wofür die Stadt diese Einnahmen verwendet, erfährt der Leser auf dieser Seite nicht. Burghard Bannier möchte dies in Zukunft für seine Gäste ändern und sich nicht auf die Stadt verlassen: „Wir werden als Unternehmen Material zusammenstellen, dass die Kunden dann bekommen“, kündigte der Unternehmer im Gespräch mit der Altmark-Zeitung an.

Von Christian Ziems

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