Gut lesbar, arabische Ziffern und möglichst beleuchtet

Grundstücksbesitzer sollen ihre Hausnummern deutlich sichtbar anbringen

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Jedes Grundstück muss mit einer Hausnummer versehen sein. Das trifft auch für den Friedhof in Kläden zu. Die Nummer sollte von der Straßenmitte aus deutlich zu erkennen sein – das ist dort aber nicht gegeben.

Arendsee. Wenn Zeitungszusteller in der Nacht das Grundstück nicht finden, dann ist das sicherlich für den Zusteller, aber auch für den Hausbewohner ärgerlich.

Doch wenn der Notdienst, die Rettungssanitäter oder gar die Feuerwehr erst im Ort herumirren müssen, kann das lebensbedrohlich werden. Deshalb appellierte Ordnungsamtsleiter Andreas Koch gestern noch einmal an die Pflicht der Hausbesitzer, ihre Anwesen mit einer Hausnummer zu versehen. „Es gibt in der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt klare Aussagen dazu“, betonte er. Und verwies beispielsweise darauf, dass die Hausnummer am Tage von der Straßenmitte aus sichtbar sein muss. Tag und Nacht. Doch in der Dunkelheit, ist das möglich? „Ich plädiere dafür, dass die Hausnummern beleuchtet werden. Das war sicherlich früher ein Problem, aber heutzutage ist die Technik so weit fortgeschritten, dass das ohne Probleme möglich ist“, so Koch. Wohlgemerkt: In der Satzung wird eine beleuchtete Nummer nicht gefordert.

Als Hausnummern sind die üblichen arabischen Ziffern zu verwenden, falls Buchstaben daneben notwendig sind, müssen Kleinbuchstaben verwendet werden.

Mit der Änderung der Straßennamen in der Einheitsgemeinde wurde das Ziel erreicht, dass es jede Straße nur einmal gibt. Generell war damit eine Änderung der Hausnummer nicht verbunden. „Sollte das einmal der Fall sein, dann muss die alte Nummer rot durchgestrichen und die neue Nummer daneben angebracht werden“, sagt Koch.

Zurück zur Zustellung von Zeitungen: Eine Austrägerin der Altmark-Zeitung, die in Zießau eingesetzt worden war, beklagte sich jüngst über die fehlenden oder nicht sichtbaren Hausnummern speziell in dem Arendseer Ortsteil. Ihr Wunsch: „Um es den Suchenden nicht zu schwer zu machen, sollten die Zießauer einmal überprüfen, ob sie die Anwesen finden würden, wenn sie fremd im Ort wären“, hieß es von der Vertretung.

Von Harry Güssefeld

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