Rutschen und Spielgärten: Luftkurort GmbH zur Kasse gebeten

Das Land will Geld für Arendseewasser kassieren

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Kommunalpolitiker schauten sich im vergangenen Jahr die Riesenrutsche an. Sie ahnten damals schon, dass der Wassercent für Kosten sorgen könnte. Dies ist nun Gewissheit. GmbH-Chef Michael Meyer (l.) geht von 5000 bis 6000 Euro pro Jahr aus.

cz Arendsee. 5000 bis 6000 Euro im Jahr: Diese Summe muss die Luftkurort Arendsee GmbH, die zu 100 Prozent der Einheitsgemeinde gehört, wohl zusätzlich aufbringen. Denn das Land macht in Sachen Wassercent ernst.

Dieses Gesetz erlaubt es, Beiträge für Entnehmen von Wasser aus Gewässern erster Ordnung zu erheben. Dazu gehört der Arendsee, der dem Land gehört. Konkret betroffen ist das Strandbad. Um die Riesenrutsche und zwei Spielgärten betreiben zu können, wird mit Pumpen Wasser aus der der „blauen Perle“ gezogen. Bislang fielen dafür nur die Stromkosten an.

Doch damit ist Schluss. Obwohl das Wasser nach wenigen Minuten wieder in den See fließt, soll die GmbH zahlen. Abgerechnet wird nach Verbrauch. Um dieses genau zu ermitteln, laufen in dieser Saison erstmals Wasseruhren. „Wir haben bisher nur Schätzwerte. Vieles hängt natürlich vom Wetter ab. Ich rechne mit einem Betrag zwischen 5000 und 6000 Euro“, erklärte GmbH-Geschäftsführer Michael Meyer gestern auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Unklar ist noch, ob auch für die Jahre zuvor gezahlt werden muss. In diesen Fällen könnten nur Schätzungen als Grundlage dienen.

Das Thema kochte bereits im vergangenen Jahr hoch. Bürgermeister Norman Klebe versuchte einen Kompromiss mit dem Land zu finden. Doch der Luftkurort wird die Kosten nach jetzigem Stand nicht vermeiden können. „Ich werde weiterhin versuchen, zumindest eine Ermäßigung zu erwirken“, so Michael Meyer weiter. Die Wasseruhren sind aber nicht die einzige Neuerung. Auch eine Brötchentaste wird eingeführt.

Von Christian Ziems

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