Diskussion um Piste zwischen Mechau nach Binde reißt nicht ab / Keine Lösung

Kosten senken: Straßen könnten verschwinden

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Die Straße zwischen Mechau und Binde ist in einem schlechten Zustand. Wird sie noch gebraucht?

Arendsee. Die Stadt Arendsee hat keinen Haushalt, und schon gar kein Geld, Straßen, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, zu sanieren oder auch nur ausreichend zu reparieren.

Es geht nicht nur um Straßen innerhalb der Kommunen, wie der desolaten Straße Dessauer Worth in Arendsee, sondern vor allem auch um Gemeindestraßen, die zwischen Ortsteilen für den überörtlichen Verkehr, aber auch für den Schulbusverkehr und die Müllabfuhr genutzt werden. Es ist der Mechauer Ortschaftsrat, der immer wieder anmahnt, die Straße Binde-Mechau zu sanieren und dafür zu sorgen, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Die Rufe in Richtung Salzwedel, der Kreis solle sich mit beteiligen, verpufften. Auch deshalb, weil Landrat Michael Ziche eindeutig erklärt hatte, dass Mechau eine Anbindung in Richtung Ritzleben habe, und für einen zweiten, weitaus schlechteren Verkehrsweg keine Mittel zur Verfügung stünden.

Wenn aber nun eine Straße immer weiter zerfällt und die Benutzung nur noch mit Gefahren verbunden ist, muss die Gemeinde handeln. Ein Blick zu den Nachbarn in Lüchow-Dannenberg macht deutlich, dass solche Probleme auch damit gelöst werden könnten, zu entscheiden, welche Gemeindeverbindungsstraßen noch nötig sind und welche nicht. Konkret: Die Samtgemeinde Elbtalaue würde einige Kilometer gern loswerden, berichtete die Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ). Demnach sollten Straßen auf die unterste Ebene abgeschoben oder schlicht und einfach gesperrt oder geschreddert werden. Während die Samtgemeinde in einem langen Prozedere erst einmal klären möchte, welche Straßen gebraucht und von den Gemeinden übernommen werden, ist man in Arendsee den einen Schritt weiter. Die Straße Mechau-Binde ist in Verantwortung der Gemeinde, die die Verkehrssicherungspflichten kaum noch nachkommt, betrachtet man den Zustand der Piste. Auf ihn wird nicht einmal hingewiesen.

In Dannenberg sind die Überlegungen konkret: Dort, wo der Straßenzustand so schlecht ist, dass eine Sanierung nötig wäre, die Straße jedoch nicht unbedingt gebraucht wird, weil es andere Straßen gibt, die die Ortschaften verbinden (siehe Mechau), müsse man darüber nachdenken, diese „überflüssigen Straßen zu sperren, statt noch Geld in den Unterhalt zu stecken“, so die Verantwortlichen vor Ort.

Die Putenmastanlage Binde könnte dann über eine Anliegerstraße (privat) erreicht werden. Doch in Arendsee fehlen entsprechende Ansätze.

Von Harry Güssefeld

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