KiEZ Arendsee baut sich sogenanntes Turmhaus / 800 000 Euro werden gebraucht

Investition in die Zukunft: Zwei große Räume mehr

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Die Grundplatte für das neue Gebäude auf dem KiEZ-Gelände ist schon gut zu erkennen. Mit dem Haus werden zwei große Räume geschaffen, die dringend gebraucht werden. Im Sommer erholen sich täglich 500 Besucher in der Ferienstätte.

Arendsee. Das Kindererholungszentrum (KiEZ) investiert weiter in die Zukunft. Aktuell sind Bauarbeiter dabei, die Grundplatte für ein Turmhaus zu fertigen. „Warum Turmhaus?“, wollte die AZ von der Chefin des KiEZ, Irmela Spöttle, wissen.

„Das ist ein Arbeitstitel, weil in den ersten Planungen eine Außenkletterwand integriert werden sollte“, erklärte sie gestern.

Das Projekt wurde auch aus Kostengründen auf ein weiteres Haus mit zwei großen Räumen und Sanitärbereich verändert. „Der Bedarf an einer weiteren Immobilie ist groß“, begründete sie die neue Investition. Denn in der Ferienstätte, in der ganzjährig 300 Plätze und im Sommer 500 Plätze angeboten und oft auch ausgebucht sind, wünschen die einzelnen Gruppen auch eigene Räume. Als Beispiel nannte Irmela Spöttle Tanzgruppen, Seminargruppen oder auch kirchliche Vereinigungen, die die ihre Veranstaltungen in eigenen Räumen durchführen wollen.

„Wir wollten uns der Herausforderung stellen und haben uns entschlossen, dieses neue Projekt zu realisieren“, hieß es gestern. Leader macht es möglich, der Rohbau kann mit den 200 000 Euro und Eigenmitteln des KiEZ umgesetzt werden. „Insgesamt werden aber, so die Kostenberechnungen, 800 000 Euro notwendig sein“, so die Chefin. Das Geld werde über weitere Quellen aquiriert werden müssen, unter anderem auch Lotto-Toto.

Die Vorhaben im KiEZ waren immer anspruchsvoll. Doch es gehe auch darum, den Anschluss nicht zu verpassen. „Wenn Gruppen in den Urlaub fahren, dann wird auch immer mehr Qualität und ein gewisser Luxus verlangt“, erfährt die AZ. Es gebe auch einen gewissen Konkurrenzkampf, wenn es um Urlauber gehe. Natürlich sei man stolz, wenn Urlauber das erste Mal im KiEZ waren und dann erklären, dass sie auf jeden Fall wiederkommen.

Die Liste der neuen Gebäude kann sich sehen lassen: Sport- und Spieltenne mit Indoor-Kletterwand, das Aktivhaus mit der Bowlinganlage oder auch der Speisesaal im Mehrzweckgebäude mit angrenzenden Räumen wie Wald-, Fisch- und Kaminzimmer. Vieles sei bereits barrierefrei. Mit Toiletten für Behinderte versehen sind Rezeption, Speisesaal und das neu entstehende Gebäude.

Was wird denn nun aus der einst geplanten Außenkletterwand? „Die wird weiter im Plan bleiben. Wir bleiben dran“, so Irmela Spöttle.

Von Harry Güssefeld

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