Stadt reagiert auf Forderungen der Investitionsbank / Abgeordnete skeptisch

Ideen aus dem Arendseer Rathaus: Steg an die Seeterrassen

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Die Stadt muss den Steg am Schramper Eck komplettieren. Das soll bis September geschehen, aber er soll auch umgesetzt werden: Vom Schramper Eck an die Seeterrassen. Die Verantwortung soll vom Regattaverein auf einen Privatmann übergehen.

Arendsee. Neue Ideen aus dem Arendseer Rathaus: Der nicht mehr vollständige Bootsanleger am Schramper Eck soll wieder komplettiert und am Ufer vor den Seeterrassen festgemacht werden.

„Wir müssen, wie sie erfahren haben, den Steg wieder in Stand setzen, weil die Fördermittelbindung noch bis 2020 gilt und wir, sollten wir uns weigern, 166 000 Euro zurückzahlen müssen“, so Bürgermeister Norman Klebe in seiner Funktion als Vorsitzender des Bauausschusses.

Doch da gibt es noch ein Problem: Der Arendseer Regattaverein hat nun erkannt, dass der Steg für den Verein völlig wertlos ist. Ganz nicht, denn einen Ponton hatte man gut in die Anlage des Vereins integriert, rund 100 Meter vom Steg entfernt. Nun soll alles zusammengeschraubt werden. Inklusive der Seitenausleger, die in Schrampe lagern, und vor die Seeterrassen bugsiert werden. „Dort, wo jetzt ein alter Kahn liegt, soll der Steg hin“, so Klebe.

Für Stadtrat Jörg Benecke stellte sich die Frage nach den Kosten. Rund 10 000 Euro koste der Umzug, machte Klebe deutlich, einst waren 30 000 Euro im Gespräch. Bauamtsleiterin Monika Günther erläuterte, dass mit einem Kran und einem provisorischem Steg die Dalben, die die Brücke am neuen Ort halten, eingespült werden müssen. „Der Regattaverein wird die Verantwortung für den Steg abgeben, in Zukunft wird sich der Inhaber der Seeterrassen um die Anlage kümmern“, freut sich Klebe. Der Ort sei denkbar günstig, weil sich nicht nur das Hotel, sondern auch die Klosteranlage mit dem Heimatmuseum in unmittelbarer Nähe befinden.

Für Statdrat Jörg Benecke ist das aber ein ungünstiger Ort. Wenn schon die Wellen des Sees dem Steg am Schramper Eck zusetzten, indem die Seitenausleger abbrachen, sei der Steg am neuen Ort noch gefährdeter, meint der Kraatzer. Stadtrat Hartmut Baier aus Mechau wurde noch deutlicher: Er würde den Steg abbauen und entsorgen. Oder, bis zum Ende der Fördermittelbindung, provisorisch reparieren. „Alles nur Kosten, die uns belasten“, sagte er. Da platzte seinem Amtskollegen Klaus Führ der Kragen. „Wir können nicht alles abbauen, nur weil kein Geld da ist. Wir kriegen so etwas nicht wieder“, sagte der Abgeordnete. Aber Stege zu bauen, an denen die „Queen“ bislang nicht anlegen konnte, das sei ein großer Fehler gewesen, so Führ.

Der Steg wird nun umgesetzt. Bis September. So fordert es die Investitionsbank.

Von Harry Güssefeld

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