Mitarbeiter der Deutschen Regionaleisenbahn mähen an der Bahnlinie

Die Idee: Draisinen-Fahrt bis nach Harpe-City

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Dennis Ludwig von der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) gestern auf dem Bahnhof in Arendsee: Gemeinsam mit einem Kollegen bedient er den Unimog, mit dem dem Unkraut entlang der Bahnstrecke zu Leibe gerückt werden soll.

Arendsee. Für die beiden Mitarbeiter der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), Bernd Mertens und Dennis Ludwig, ist es nur ein Job. Die Arendseer beobachten die beiden aber dennoch mit großem Interesse.

Denn sie sind dabei, die Bahnlinie zwischen dem Übergang L 5 / Schrampe und Harpe zu mähen und von Hindernissen zu befreien. Bis Harpe, weil es weiter nicht geht. „Ab dort fehlen Schienen auf einer Länge von rund drei Kilometern, beidseitig“, so Mertens. Und jedes Schienenstück von einem Meter wiegt einen Zentner. „Da hatten die Diebe aber ganz schön zu arbeiten“, meint der DRE-Mitarbeiter, während sein Kollege die Arbeitsgeräte am Unimog für die nächste Runde säubert.

„Warum das alles?“, wollte die AZ wissen. Es gehe darum, die Strecke zwischen Arendsee und Harpe bis Oktober so herzurichten, dass nicht etwa dort ein Zug, aber eine Draisine fahren könnte. „Ein Verein um Andreas Gödecke aus Salzwedel plant Draisinenfahrten zwischen der Seestadt und Harpe“, erklärt Bernd Mertens. Versuche seien bereits im Bereich Salzwedel gestartet worden, mit Erfolg, wie er sagt. Und selbst hat er sich auch eine Draisine besorgt. Ob er sie auf dieser Strecke in Betrieb nimmt, blieb gestern offen. „Aber bevor wir vom Verein Erlebnissport Altmark dort Draisinen offiziell anbieten können, müssen noch vertragliche Hürden genommen werden. Alles muss seine Richtigkeit haben, generell sind wir mit der DRE einig“, sagte gestern Andreas Gödecke vom Verein auf Nachfrage der AZ.

An eine Zugfahrt ist aktuell noch nicht zu denken, Auch wenn jüngst Mitarbeiter der DRE und des Bahnkundenverbandes den Stadträten die Idee einer Bürgerbahn vorstellten (wir berichteten). Generell wollen die Arendseer die Idee unterstützen, hieß es. Ohne zu zahlen. Auch Bürgermeister Norman Klebe nickte das Ansinnen ab, auch wenn er als Mitglied des Aufsichtsrates der Personen-Verkehrsgesellschaft den Bus favorisiert.

Von Harry Güssefeld

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