Arendsee: Kämmerin kündigt weitere Steuererhöhungen an

Hundesteuer rauf: Halter fühlen sich diskriminiert

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Jürgen Hügel, Chef des Hundesportvereins Arendsee, mit seiner einjährigen „Hexe“, einer Altdeutschen Hütehündin. Der Hundesportler sieht die Verdopplung der Steuer kritisch.

Arendsee. Die Stadt steht ohne Haushalt da, ein Minus von gut 700 000 Euro plagt die Kommune. Was liegt da näher, als dem Bürger in die Tasche zu greifen. Und es geht mit den Hundehaltern los.

Für die rund 930 Vierbeiner in Arendsee müssen ihre Besitzer tiefer in die Tasche greifen. Rund 100 Prozent mehr werden fällig. Darüber beriet der Finanzausschuss am Dienstag – und die Diskussion glich einem Feilschen auf einem Markt. Ein Entwurf sah vor, dass für den ersten Hund 60, für den zweiten 90 und für den dritten Hund 120 Euro gezahlt werden sollten. Für Kampfhunde würden 240 Euro fällig.

Doch die Meinungen prallten plötzlich aufeinander. Mechaus Bürgermeister Hartmut Baier plädierte für noch höhere Steuern, und Ortsbürgermeister Hans-Georg Kempcke aus Kleinau sorgte mit seiner Meinung zunächst für einen Paukenschlag. Warum würden überhaupt Hundehalter allein zur Kasse gebeten, was sei mit den Pferdebesitzern, denen sogar eine Badestelle am See gestellt würde. Oder auch eine Steuer für Katzen, die ihren Kot auf Rasenflächen der Nachbarn hinterlassen. Kempcke fragte aber auch nach weiteren Steuererhöhungen, denn er glaube, dass es nicht allein bei den Hundesteuern bleibe. Kämmerin Sigrid Lüdecke darauf, es werde über weitere Erhöhungen nachgedacht. Auch bei den Grundsteuern und der Gewerbesteuer, wegen der Gebietsänderungsverträge einiger Orte aber erst 2020.“ [...]

Von Harry Güssefeld

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