Stadt Arendsee orientiert Wahlberechtigte auf Leppin oder die Briefwahl

Höwisch und Neulingen ohne Wahllokale

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Wer in Höwisch und Neulingen am 13. März an der Landtagswahl teilnehmen will, dem bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder die Stimmen im Wahllokal Leppin abgeben oder Briefwahlunterlagen beantragen.

Arendsee. Für die Wahlberechtigten in Höwisch und Neulingen, die ihre Stimme am Sonntag, 13. März, abgeben wollen, ändert sich Grundsätzliches. In ihren Orten wird es kein Wahllokal mehr geben.

Warum das so ist, darüber informierte Hauptamtsleiter Andreas Koch gestern die Presse.

Zum Fall Höwisch: Der Ortsteil hat seit Jahren Probleme, den Wahlvorstand zu bilden. „Es gibt einfach keine Freiwilligen mehr, die diesen Job leisten wollen“, so Koch gegenüber der AZ. Er dankte den bisherigen Helfern ausdrücklich. Doch nachdem die Verwaltung alle Ortsteile nach ihrer Meinung zu Wahllokalen befragt hatte, kam prompt die Antwort aus Höwisch. Man wolle, dass die Wähler aus Höwisch, sollten sie persönlich an die Wahlurne treten wollen, dieses in Leppin tun können. „Uns ist sicherlich klar, dass einige ältere Bürger diese Wege nicht mehr gehen wollen. Das ist aber kein Grund, auf die Wahl zu verzichten“, meinte Koch und verwies auf die Möglichkeit der Briefwahl. In Kürze würden die Wahlbenachrichtigungen rausgehen, darauf sei vermerkt, wie man an die Briefwahlunterlagen komme. Eine Möglichkeit sei auch, im Rathaus Arendsee zu wählen. Das könne mit einem Besuch der Seestadt verbunden werden, so Koch weiter.

In Neulingen gestaltet sich die Sache anders. Der Ortschaftsrat hatte die Idee, das eigene Wahllokal aufzugeben, ganz klar abgelehnt. Generell wolle man dieses Wahllokal behalten. Und man werde sich nur einer Anweisung von Amtswegen beugen. „Das ist nun passiert, auch die Neulinger werden in Leppin wählen“, erfuhr die AZ im Verwaltungsamt.

Der Grund für die Maßnahme in Neulingen unterscheidet sich aber von dem in Höwisch. „In Neulingen gab es immer genügend Freiwillige für das Wahllokal. Ein vorbildlicher Ort“, resümierte Koch. Und überraschte dann mit dem eigentlichen Grund: Weil so wenige Wahlberechtigte im Ort wohnen, sei das Wahlgeheimnis nicht mehr gewahrt. Es gebe in dem Ort noch an die 70 möglichen Wähler, bei einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 70 Prozent wären es rund 50. Und wenn dann noch rund 15 Briefwähler nicht persönlich kommen, ist der Kreis derer, die ihre Zettel in die Wahlurne so gering, dass „Probleme entstehen könnten“.

Auch im Fall Neulingen verwies Koch darauf, dass die Briefwahl eine Möglichkeit wäre, den Gang zum Wahllokal nach Leppin nicht antreten zu müssen.

Insgesamt haben sich rund 140 Männer und Frauen bereiterklärt, die 19 verbleibenden Wahlvorstände in der Stadt Arendsee zu bilden – und den Sonntag an den Wahlurnen zu verbringen.

Von Harry Güssefeld

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