Umbau des Gerätehauses Arendsee zum Krisenmanagement-Zentrum ist notwendig

Ein Haus der Entscheidung

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Der Druck ist da: Das alte Gerätehaus, das im ersten Bauabschnitt noch stiefmütterlich behandelt wurde, muss aufgewertet werden. Im Ernstfall wird es Krisenzentrum.

Arendsee. Es bleibt dabei: Sollte das „Krisenmanagement bei außergewöhnlichen Schadenslagen im Gebiet Arendsee“ umgesetzt werden, wird es einen „Stab außergewöhnliche Ereignisse“ im Gerätehaus Arendsee geben.

Dafür sprach sich am Montagabend Bürgermeister Norman Klebe aus. Zuvor hatte Thomas Schlicke (Linke) vorgeschlagen, auch aus finanziellen Gründen den Stab im Rathaus einzurichten, weil dort die Technik und die Kommunikationsmittel zur Verfügung stünden und eine Einrichtung leichter sei als im Gerätehaus. Klebe sieht aber bei einer Schadenslage das Gerätehaus im Mittelpunkt, „weil viele Einsatzführende den Wehren angehören und angesichts der Fahrzeugtechnik das Gerätehaus die wichtigere Immobilie sei. „Für die Einrichtung des Krisenstabes im Feuerwehrgerätehauses bestehen die besten Voraussetzungen“, so der Verfasser des Krisenmanagement-Entwurfes, Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze. „Nach einem weiteren vorgesehenen Umbau ist das Haus komplett notstromversorgt“, heißt es weiter. Überarbeitet werden muss dringend die Kommunikationstechnik. Aktuell sei eine Verbindung über Draht und Funkanbindung möglich. Ein Telefonanschluss, wiederzeit vorhanden, sei natürlich nicht ausreichend. „Es muss im Zuge des zweiten Bauabschnittes ein leistungsfähiger DSL-Anschluss installiert werden“, so der Verfasser. Mit der Aussage des Bürgermeisters, dass das Gerätehaus zur Stabsstelle wird, gibt es zur Sanierung des alten Gebäudes keine vernünftige Alternative mehr. In das Haus müsse weiter investiert werden, so auch in Schulungsräume, die dann zu einem Stabsraum und einem Fernmelderaum umgewandelt werden können.

Die Kosten allein für die Einrichtung der notwendigen Telefon- und Internettechnik samt Mobiliar bezifferte Hinze auf rund 20 000 Euro. „Entsprechend der Gefahrenabwehrverordnung muss das eingestellt werden“, ist sich der Satdtwehrleiter sicher.

Von Harry Güssefeld

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