Luftkurort wird Grundstücke los / Größte Auswahl noch in Zießau

Häuslebauer lassen sich in Arendsee nieder

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An der Gestiener Straße wird gebaut. Dort ist derzeit noch Platz für drei weitere Häuser. In Arendsee gibt es kaum noch kommunale Baugrundstücke. Im Ortsteil Zießau sieht dies anders aus.

Arendsee. Neue Eigenheime sind im Luftkurort offensichtlich gefragt: Immer wieder kommen Interessierte zur Stadt, um nach Bauland zu fragen. Diese muss dabei nicht auf private Besitzer verweisen, sondern kann eigene Flächen ins Feld führen.

Allerdings wird die Auswahl immer geringer. An der Gestiener Straße entstehen und entstanden in den vergangenen Monaten weitere Gebäude. Dort gibt es derzeit noch drei Grundstücke, auf dem Häuslebauer ihre Wünsche in die Tat umsetzen könnten. Der Bereich gehört zum Wohngebiet zwischen Kastanienweg und Gestiener Straße. Dort stehen bereits über 40 Häuser, viel Platz ist nicht mehr. Im zweiten großen Arendseer Wohngebiet, Drei Eichen, hat die Stadt keine eigenen Flächen. Bürgermeister Norman Klebe weiß aber, dass auch dort der Gestaltungsraum für neue Gebäudeideen inzwischen begrenzt ist.

Den meisten Platz gibt es noch in Zießau. Das dortige Wohngebiet wurde von der einst selbstständigen Gemeinde Schrampe ausgewiesen. Jahrelang gab es Probleme, Käufer zu finden. Nun füllt sich das Gelände immer mehr. Beim nächsten Bauausschuss am 14. September steht ein weiterer Grundstücksverkauf auf der Tagesordnung. „Dann hat die Stadt dort noch zwölf Flächen zum Bebauen“, erklärte Beate Potas, im Rathaus für Liegenschaften zuständig. Sollte der Bedarf weiter anhalten, wird es auch dort irgendwann eng. Bürgermeister Norman Klebe hatte immer wieder ein neues Wohngebiet ins Gespräch gebracht. Dieses könnte zwischen Dessauer Worth und Ackerstraße entstehen. Das Problem: Dort befinden sich noch ungenutzte Wohnblöcke, die einem Investor gehören. Dieser konnte bislang nicht von einem Verkauf oder Abriss überzeugt werden. Danach wäre Platz, um auf Parzellen neue Hausideen umzusetzen. Erschlossen ist das Gebiet bereits. Eine Alternative: Auf bereits bebauten Grundstücken weitere Häuser zu errichten. Dies geschieht im Luftkurort derzeit.

Von Christian Ziems

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