Luftkurort-Arendsee-GmbH zieht bislang eine ernüchternde Bilanz

Die große Hoffnung: Hitze

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Anfang Juni war es, als die Temperaturen auf über 30 Grad anstiegen. Für die kommende Woche sagen die Meteorologen wieder heiße Tage und Nächte voraus.

Arendsee. Die Ferien sind zu Ende, eine gewisse Tristess schleicht sich am Strandbad ein. Doch die große Hoffnung naht: Der Sommer kehrt zurück. „Wir freuen uns, dass es noch mal richtig heiß wird“, so GmbH-Chef Michael Meyer gestern gegenüber der AZ.

Und es passt: Erst am Mittwoch hatte er vor dem Wirtschaftsausschuss mit einer Grafik deutlich gemacht, dass die Besucherzahlen ganz eindeutig wetterabhängig sind. Wurden im Jahr 2015 insgesamt 44 001 Besucher im Strandbad gezählt, waren es bis zum 9. August des laufenden Jahres nur 28 026. „Es ist fast unmöglich, diese Vorjahreszahl noch zu erreichen, aber einige Besucher kommen sicherlich noch dazu“, so Meyer. Die Umsatz- und Besucherzahlen hängen seiner Ansicht nach auch vom Termin der Sommerferien ab. Besonders hob der Geschäftsführer die Bedeutung der „Queen“ hervor. „Aber leider fließen die Gewinne, die durch das Fahrgastschiff eingefahren werden, wieder in Reparaturen. Die werden im kommenden Jahr größer als bislang ausfallen, denn der Rumpf und das Deck sind dran“, so der Chef. Auf dem Parkplatz wurden 2015 insgesamt 32 216 Euro eingenommen, bis zum 9. August, dem Ferienende, waren es nur 28 757 Euro.

Die Investitionen auf dem Campingplatz sind dringend notwendig. Von WLAN war die Rede – aber was ist mit der Heizung des Sanitärgebäudes, die bislang noch gekoppelt ist mit der Heizung des Verwaltungstraktes? Vor Jahren hatte der damalige Bauamtsleiter Gert Reckling auf die Notwendigkeit hingewiesen, weil Energie in die Luft geblasen wird. Noch ist nichts passiert. Warum? „Ich glaube, es fehlt das Geld, aber auch das Interesse der Firmen“, so Meyer.

Von Harry Güssefeld

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